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Das Auto ist beliebtestes materielles Statussymbol.
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Statussymbole

Persönliche Ideale vor Luxuskarossen

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Statussymbole sind nicht mehr das, was sie mal waren. Vor allem immaterielle Güter stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. Auch die Bewunderung für Menschen, die auf materiellen Besitz keinen Wert legen, ist sehr groß, hat eine Studie herausgefunden.
Im "Spiel des Lebens", einem beliebten Brettspiel der 1980er Jahre, hat am Ende gewonnen, wer die meisten und teuersten "Statussymbole" erwerben konnte. Dazu passend lief im Fernsehen die Sparkassen-Werbung: "Mein Haus, mein Auto, mein Boot".

Die "herrschaftliche Villa", das oberste Statussymbol und Ziel im "Spiel des Lebens", spielt aber offenbar im tatsächlichen Leben 2013 ebenso wenig die Hauptrolle, wie andere materielle Statussymbole. Das zeigt eine neue Studie.

Überraschenderweise sind es vor allem die immateriellen Güter, die hoch im Kurs stehen. Im Ranking der wichtigsten Statussymbole sind neun der Top 10 Begehrlichkeiten nicht mit Geld zu kaufen.

Zeit für sich selbst

Auf Platz eins rangiert "Zeit für sich selbst" zu haben. 90 Prozent der Befragten quer durch alle Altersschichten empfinden das als erstrebenswert und als starkes Statussymbol.

Auch "ein unbefristeter Arbeitsvertrag", "Kinder haben", "eine Ehe führen", "richtig gut kochen können", "stets über die Weltpolitik informiert sein" und "sich ehrenamtlich engagieren" schaffen es auf die vordersten Plätze.

Eine Auszeit vom Handy sei ein dreimal so starkes Statussymbol wie der Besitz eines solchen. Für die Autoren der Studie deutet das darauf hin, dass die Mehrheit der Menschen sich vom klassischen Statuswahn verabschieden und lieber ihren persönlichen Idealen folgen möchte.


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