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Keine Angst vor dem Jahresgespräch
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Argumente sammeln – so früh wie möglich

Perfekte Vorbereitung für das Jahresgespräch

Teil 2: Die Checkliste fürs Jahresgespräch

Für Systematik und Dokumentation ist allerdings nicht nur der Vorgesetzte zuständig. Auch Mitarbeiter sollten die Gespräche vorbereiten. Denn gefragt ist ein Dialog von beiden Parteien, kein Vortrag vom Chef.

Die perfekte Vorbereitung beginnt deshalb – auch wenn das Gespräch im Dezember stattfindet – schon im Januar.

Mitarbeiter sollten über das ganze Jahr hinweg notieren, wann immer im Job etwas besonders gut oder schlecht läuft. Im Dezember erinnert sich schließlich niemand mehr an alle Einzelheiten eines Projektes aus dem Februar. Ein Protokoll sorgt außerdem dafür, dass Mitarbeiter konkrete Beispiele nennen können und sich nicht in Verallgemeinerungen – "immer muss ich", "nie machen die Kollegen" – zu verlieren.

Wenn das Jahresgespräch jetzt schon vor der Tür steht, aber kein Jahresprotokoll vorliegt, ist das dennoch kein Grund zur Panik. Arbeitnehmer sollten aber in jedem Fall vor dem Gespräch eine Checkliste machen, was sie im Gespräch loswerden wollen. Wie gesagt, es geht um den Dialog. Auch die Angestellten können und sollen ausführlich darlegen, was aus ihrer Sicht im abgelaufenen Jahr gut und was schlecht gelaufen ist. Sie sollen ihre eigene Performance bewerten und Wünsche und Ziele für das kommende Jahr formulieren.

Damit Sie dabei nichts vergessen, hilft die Checkliste:

• Welche Aufgaben und Herausforderungen haben Sie im vergangenen Jahr bewältigt und welche Ergebnisse konnten Sie dabei erzielen?

• An welchen Stellen können Sie sich fachlich und persönlich noch weiterentwickeln? Was bräuchten Sie dazu an Unterstützung von Ihrem Vorgesetzten?

• Wohin wollen Sie sich im Unternehmen entwickeln? Welche Ihrer Stärken können Sie künftig noch besser für das Unternehmen einsetzen?

• Welche Ideen haben Sie für Ihre Abteilung oder das Unternehmen? Welche Projekte würden Sie gerne anstoßen?

Wichtig: Sachlich bleiben. Sowohl Lob als auch Kritik sind willkommen, Selbstbewusstsein ist angebracht, Tobsuchtsanfälle nicht. "Reden Sie Klartext, nur so können Sie einander ein- und wertschätzen", sagt auch Doris Mailänder, Geschäftsführerin der Hamburger Personalberatung TreuenFels. Ziel sei es schließlich, gemeinsam herauszufinden, was der Mitarbeiter gut kann und mag und wie er entsprechend eingesetzt werden kann.


Zuerst veröffentlicht auf: wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 22.12.2017

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