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Arbeitswelt

Papier wird noch lange unverzichtbar bleiben

Tina Groll, zeit.de
Seit Jahrzehnten träumen Experten vom papierlosen Büro. Mehrere Studien zeigen nun: Es wird ein Traum bleiben. Aber wir werden mit der Ressource sparsamer umgehen.

Foto: pzAxe/ Fotolia.com

Papierkonsum ist immer noch enorm

Seit mehr als 30 Jahren wird die Idee vom papierlosen Büro diskutiert – realisiert ist sie bis heute nicht. Warum braucht es in Zeiten digitaler Technik immer noch Aktenberge, Papierrechnungen oder Anleitungen auf Papier?

Die englischen Wissenschaftler Abigail Sellen und Richard Harper fanden in ihrer Studie The Myth of the Paperless Office heraus, dass elektronische Kommunikation den Papierkonsum eines Unternehmens immerhin um durchschnittlich 40 Prozent reduziert hat.

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Der Verbrauch ist trotzdem noch enorm und es fallen zusätzlich Jahr für Jahr Tonnen von Elektroschrott an – kaputte Drucker und Faxgeräte, leere Patronen und Kartuschen. Keine Frage: Schon der Umwelt zuliebe ist die Idee vom papierlosen Büro zu begrüßen.
 
Kostengünstiges Arbeitsmittel


Mehrere Studien zeigen jedoch, dass auf Papier auch in Zukunft nicht verzichtet werden kann. Nach wie vor sind Papier und Stifte kostengünstige Arbeitsmittel.  Wichtige Dokumente wie Verträge und Urkunden wird es noch sehr lange in Papierform geben – schon allein, weil es noch keine rechtsverbindliche digitale Signatur gibt, die eine Unterschrift ersetzen kann.

Zudem ist Papier für viele noch immer das Standardarbeitsmaterial. Beispielsweise in Schulen – Kinder lernen erwiesenermaßen am besten auf Papier schreiben. Die schnelle handschriftliche Mitschrift ist auch im Studium, im Journalismus und in Justiz und Verwaltung kaum komplett durch digitale Technik zu ersetzen, auch wenn immer häufiger elektronische Hilfsmittel zum Einsatz kommen.




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