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Väter in Elternzeit müssen nicht um ihre Karriere fürchten.
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Elternzeit inklusive

Papa macht Karriere

Tina Groll, zeit.de
Stetig steigt die Zahl der Väter, die Elternzeit beantragen. Schon mehr als jeder dritte Mann nimmt einige Monate Auszeit vom Job, um sich um sein Kind zu kümmern. In Sachsen ist es laut Statistischem Bundesamt fast jeder zweite Vater. Die Elternzeit schadet Vätern nicht. Vorsicht ist aber bei Teilzeitarbeit geboten...

Bei der traditionellen Aufteilung der Elternzeitmonate zwischen den Partnern hat sich einiges getan. Zwar nimmt immer noch die Mutter den Großteil der Elternzeit, allerdings steigt auch die Zahl der Väter, die sieben oder mehr Monate Auszeit vom Job machen – und somit den größeren Anteil an der Erziehungsarbeit übernehmen.

Offenbar setzt auch in der Wirtschaft allmählich ein Umdenken ein: Waren in den ersten Jahren nach Einführung der Elterngeldmonate die Befürchtungen gerade bei den Vätern sehr groß, dass die Auszeit ihrer Karriere schade, unterstützen mittlerweile immer mehr Unternehmen Männer, die für die Kinder eine Weile aussetzen.

Allerdings: An der Teilzeitquote der Männer macht sich das noch nicht bemerkbar. Während der überwiegende Teil der erwerbstätigen Mütter in den ersten Lebensjahren des Kindes in Teilzeit arbeitet und teilweise die Arbeitszeit stark reduziert, machen die Väter kaum von Arbeitszeitreduzierung Gebrauch. Im Gegenteil: Nach einigen Monaten Elternzeit kehren sie wieder in Vollzeit zurück. Häufig machen die jungen Väter dann sogar mehr Überstunden, vor allem wenn sie bezahlt werden. Die Vermutung liegt nahe: Eine junge Familie braucht Geld – erst recht, wenn die Mutter die Arbeitszeit reduziert hat und entsprechend weniger verdient.

Ein Jahr Teilzeit = drei Prozent weniger Stundenlohn

Nun stellt eine neue Untersuchung vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung fest, dass Väter zumindest beim Geld keine Nachteile durch Elternzeit befürchten müssen. Denn ihr Stundenlohn ändert sich demnach langfristig nicht.

Anders ist der Effekt, wenn sich die Männer für eine Arbeitszeitreduzierung entscheiden – die Studie zeigt, dass sie damit den Anschluss an eine gute Lohnentwicklung verpassen. Untersucht wurden Daten aus dem sozio-ökonomischen Panels und Daten aus dem Panel Familien in Deutschland aus den Jahren 1991 bis 2013. Die Daten zeigten, dass Väter keine Einbußen beim Stundenlohn hinnehmen mussten, wenn sie in Elternzeit gingen – und das unabhängig von der Dauer der Väterzeit.


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