Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Offen für Neues
Foto: kamolrat/Fotolia.com
Manager im Mittelstand

Offen für Neues

Patrick Schultz, wiwo.de
Eine Manager-Karriere in mittelgroßen Unternehmen gilt als geradezu abschreckend langweilig und vorhersehbar. Aber auch hier ist kaum einer mehr gewillt, bis zur Rente dem Arbeitgeber treu zu sein: Die Mittelstands-Manager sind einer Studie zufolge sogar wechselwilliger als ihre Konzern-Kollegen.
Kleine und mittelständische Unternehmen geben sich gern als verlässliche Arbeitgeber mit geringer Personalfluktuation: Wer hier anfängt, arbeitet sich hoch und bleibt bis zur Rente. Denkste!

Wechselwillig

Längst ist die schnelllebige Welt der Headhunter auch in den Vorstandsetagen der Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern angekommen. Mehr noch: Eine Studie legt nun nahe, dass die Mittelstands-Manager sogar besonders wechselwillig sind.

Ein Drittel der Topmanager aus mittelgroßen Unternehmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeiter gab in einer Umfrage der Personalberatung Intersearch an, aktiv auf Jobsuche zu sein. Der Durchschnitt unter allen Managern lag bei nur 18 Prozent.

Weniger Fluktuation bei großen Unternehmen

Zusätzlich gaben weitere 40 Prozent der Manager in mittelgroßen Unternehmen an, "offen für neue Angebote" zu sein. Das ist nicht unbedingt ein Misstrauensvotum gegen mittelgroße Unternehmen als Arbeitgeber:

Quer durch alle Unternehmensgrößen gab knapp jeder zweite Befragte an, nur zwei bis fünf Jahre bei einem Unternehmen bleiben zu wollen. Finanziell lohnt sich ein Wechsel für die befragten Manager auch meist: Gut 40 Prozent der Jobwechsler berichten von einer Gehaltserhöhung von mehr als 20 Prozent.

Fair Company | Initiative

 

Themen im Überblick