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Hohes Lebenseinkommen
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Stundenlohn

Nur 9,30 Euro für jeden zehnten Akademiker

wiwo.de/EB
Eine Erhebung der Uni Duisburg-Essen zeigt: Studieren bewahrt zwar vor Arbeitslosigkeit, reich wird man damit aber nicht zwangsläufig. In Deutschland verdient fast jeder zehnte Akademiker nicht mehr als 9,30 Euro brutto.
Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass eine gute Bildung – im konkreten Fall ein abgeschlossenes Studium – vor Arbeitslosigkeit schützt. Nur wenige Akademiker sind derzeit in Deutschland ohne Job, deutlich häufiger trifft es Menschen ohne Ausbildung oder Schulabschluss.

2013 waren weniger als drei Prozent der Uniabsolventen ohne Job.

Allerdings schützt ein akademischer Grad nicht vor mieser Bezahlung, wie eine Erhebung der Universität Duisburg-Essen zeigt, aus der die "Welt am Sonntag" zitiert. Demnach gehören 688.000 Akademiker in Deutschland zu den Geringverdienern, gut jeder zehnte bekommt pro Stunde nur 9,30 Euro brutto.

Viele Frauen unter den Geringverdienern

"Es gibt seit Jahren eine konstante Gruppe von akademisch ausgebildeten Arbeitnehmern, die zu geringen Löhnen arbeiten", sagte Claudia Weinkopf vom Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen gegenüber der Zeitung. Die Zahl schwanke seit Jahren grob zwischen sieben und fast zwölf Prozent.

Den IAQ-Zahlen zufolge ist unter Akademikerinnen das Risiko, zu Niedriglöhnen zu arbeiten, fast doppelt so hoch wie unter den männlichen Uniabsolventen. Während 11,4 Prozent der Frauen mit Hochschulabschluss auf dem Niedriglohnsektor arbeiten, sind es bei den Männern nur 6,1 Prozent.


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