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Bildung im Wandel

Neue digitale Dimension: Auch Lehrer müssen dazulernen

Konrad Fischer, Max Haerder | wiwo.de
Digitale Medien sind dabei, auch die letzte Bastion von Stift und Radiergummi zu erobern: die Schule. Lehrer, Verlage und Wissenschaftler fangen gerade an zu realisieren, wie grundlegend sich die Bildung verändern wird.

Foto: CandyBox Images/Fotolia.com

Neues Medium für die Schule

James Pillans lehrt Erdkunde und ist begeistert von seiner jüngsten medialen Errungenschaft. "Als Erstes habe ich die Topografie Spaniens dargestellt", berichtet er, "ich lud die Schüler ein, sich mit mir auf eine imaginäre Reise über die Berge zu begeben, mit mir eine Schifffahrt über die Flüsse zu machen."

Mit großem Erfolg: "Das gleichzeitige Ansprechen von Ohr und Auge hat sie so beeindruckt, dass sie sich sofort daranmachen wollten, meine Darstellung zu kopieren." Das Medium, von dem Pillans schwärmt, wird Schulen rund um die Welt mit einer neuen Dimension versehen: die Schiefertafel.

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Es ist 1854, als der Schotte Pillans, inzwischen Professor in Edinburgh, über seine früheren Erfahrungen als Lehrer das Werk "Physical and Classical Geography" schreibt und dabei als Erster eine Tafel erwähnt. Innerhalb weniger Jahre breiten sich die schwarzen Bretter rund um den Globus aus.

Ewige Skepsis

Es ist eine Revolution, die den mündlichen Vortrag um eine visuelle Dimension ergänzt. Diese Zweidimensionalität hat 150 Jahre gehalten, doch jetzt steht die nächste Erneuerung bevor: der Einzug der digitalen Dimension. 

Über Jahrzehnte hielten sich Schulträger im Umgang mit neuen Medien streng an die der Institution eigenen Art des Schweinezyklus: Wenn es neue Technik gab, stand man ihr so lange skeptisch gegenüber, bis der Einfluss sich nicht mehr leugnen ließ.


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