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Trend zur Heimarbeit lässt nach
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Home Office

Nachlassendes Interesse

zeit.de
Die Möglichkeiten zur Heimarbeit sind gestiegen, aber Arbeitnehmer nutzen sie immer weniger. Experten machen dafür die Präsenzkultur in den Firmen verantwortlich.
Die Arbeit im Home Office ist in Deutschland weit weniger verbreitet als noch vor fünf Jahren. Es gebe trotz wachsender technischer Möglichkeiten und flexiblerer Arbeitszeiten keinen Trend zu mehr Heimarbeit, hat das Statistische Bundesamt im Auftrag der Welt am Sonntag ermittelt.

Im Gegenteil: Der Anteil der Arbeitnehmer, die zumindest gelegentlich zu Hause arbeiten, ist dem Bericht zufolge auf den niedrigsten Stand seit Mitte der neunziger Jahre gefallen.

Der Anteil der abhängig Erwerbstätigen, die manchmal oder hauptsächlich im Home Office arbeiten, habe 2012 bei nur 7,7 Prozent gelegen. 1996, als die Werte erstmals ermittelt worden sind, seien es noch 8,8 Prozent gewesen. Den bisherigen Höchststand erreichte den Angaben zufolge das Arbeiten von zu Hause im Jahr 2008 mit 9,7 Prozent der Arbeitnehmer. Seither verzeichne die Statistik einen markanten Rückgang der Heimarbeit.

Zahlen liefern Beweis

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts basieren auf dem Mikrozensus, einer jährlich durchgeführten, repräsentativen Großbefragung, an der rund 380.000 Haushalte teilnehmen.

Die Zahl der Arbeitnehmer, die hauptsächlich zu Hause arbeiten, ist demnach zwischen 2008 und 2012 um 144.000 gefallen. Die Zahl derer, die das zumindest manchmal tun, ist sogar um 402.000 gesunken. Hingegen sei die Zahl der Arbeitnehmer, die nie im Heimbüro tätig sind, um 1,91 Millionen gestiegen.


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