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Karrierekrönung durch Mittelinitial
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Karrierekrönung

Mittelinitial schindet Eindruck

Ferdinand Knauß, wiwo.de
John F. Kennedy, Franklin D. Roosevelt: Beide Politiker hatten Namen mit Mittelinitial – und das wirkt sich positiv aufs Image aus. Das behaupten zumindest niederländische Sozialpsychologen.
Dass Namen nicht nur Schall und Rauch sind, hat sich längst herumgesprochen. Sozialpsychologen können mittlerweile belegen, dass sowohl der eigene Name als auch die Namen von Mitmenschen die Urteilsbildung und das Handeln stark beeinflussen. "Kevin" zum Beispiel ist nach Ansicht mancher Lehrer mehr Diagnose als Name.

Ab durch die Mitte

Ihm trauen viele Menschen vermutlich keine Karriere als Publizist zu. Wenn Kevin es zum angesehenen Autor schaffen will, bietet sich ihm jedoch ein karriereförderlicher Trick an.

Haben seine Eltern ihn mit einem zweiten Vornamen – sagen wir "Marvin" – gesegnet, sollte er diesen keineswegs verschweigen, sondern als "Mittelinitial" verwenden. Denn ein "Kevin M. Schmitz" wird von vielen Menschen gleich für schreibfertiger und intellektuell leistungsfähiger gehalten.

Bessere Bewertung

Den Einfluss des Initials oder eines zweiten Vornamens auf die Wahrnehmung haben nun niederländische Psychologen um Wijnand A. P. van Tilburg von der Universität Southhampton nachgewiesen.

Im ersten Teil ihrer Studie lasen 85 Studenten einen Text über Einsteins Relativitätstheorie. Mit einem Unterschied: Mal hieß der Autor "David Clark", mal "David F. Clark", "David F.P. Clark" oder "David F.P.R. Clark". Die Probanden sollten nach der Lektüre Noten von 1 bis 7 für die Qualität des Textes vergeben. Und siehe da: Der Notenschnitt war bei den Mittelinitialen deutlich besser.

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