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Weiterbildung

Mitarbeiter opfern ihre Freizeit

Katja Köllen, wiwo.de
Der Fachkräftemangel schwächt die deutsche Wirtschaft. Unternehmen setzen verstärkt auf Weiterbildung und die Angestellten nutzen die Chance – auch in ihrer Freizeit.

Foto: Woodapple/Fotolia

Zehn Stunden für die Bildung

Arbeitsmarktexperten gehen davon, dass der deutschen Industrie 2020 mehr als 200.000 Fachkräfte fehlen werden. Um das zu verhindern, setzen deutsche Unternehmen vor allem auf Weiterbildung in den eigenen Reihen und die Mitarbeiter machen mit: Fast zehn Stunden ihrer freien Zeit verbrachten sie 2010 in Seminaren und Workshops, um sich weiter zu qualifizieren.

"Deutlich mehr Beschäftigte als früher konnten ihr Wissen erweitern, und sie tun es häufiger und länger als zuvor", sagte IW-Direktor Michael Hüther. Mehr als 80 Prozent aller deutschen Unternehmen haben ihren Mitarbeitern in den letzten vier Jahren die Möglichkeit sich weiterzubilden.

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Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Mehr als 2000 Unternehmen mit insgesamt 2,7 Millionen Mitarbeitern wurden dafür befragt.

Krise als Chance

Besonders erfreulich für die Arbeitgeber: Etwa ein Drittel der Seminare und Workshops absolvierten die Mitarbeiter in ihrer Freizeit. Die Stunden, die Mitarbeiter außerhalb ihres Arbeitspensums für die Weiterbildung investierten, verdoppelten sich demnach im Vergleich zu 2007.

Ursache für den höheren Freizeitaufwand war die Finanzkrise, so die Forscher. Unternehmen und Mitarbeiter hätten aus der Krise eine Chance für die Weiterbildung gemacht.


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