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Tipps für die Absicherung

Mit der Lebensversicherung die Kinder schützen

Ulrike Heitze
Teurer ist nicht unbedingt besser - das gilt auch für die Risikolebensversicherung, um die Eltern nicht herumkommen.
Sorgenfrei in die Zukunft blickenFoto: © Udo Kroener - Fotolia.com
Für alle, die eine Familie zu ernähren haben, sollte eine Risikolebensversicherung selbstverständlich sein. Denn diese sichert im Todesfall die Hinterbliebenen ab, bis neue Einkommensquellen erschlossen sind. An einer so wichtigen Police spart man ungern. Trotzdem: Für den gleichen Schutz wird bei teuren Anbietern leicht das Doppelte und Dreifache einer günstigen Police berechnet. Der Preis ist allerdings nicht alles. Wegen der langen Laufzeit einer Risiko-LV sollten außerdem die Bonität und Beitragsstabilität des Versicherers berücksichtigt werden (Infos unter www.map-report.de, www.assekurata.de).So können Sie sparen.
Früh einsteigen. Je älter und kränker ein Kandidat bei Versicherungsabschluss ist, desto teurer wird's. Es lohnt sich daher, eine Versicherung abzuschließen, sobald absehbar ist, dass man später Familie, Firma oder Haus haben wird.

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Versicherungssumme anpassen. 
Da es um die Zukunft der Familie geht, sollte man bei der Versicherungssumme nicht knausern: Mindestens das Dreifache des letzten Jahreseinkommens werden die Hinterbliebenen brauchen, um finanzielle Durststrecken, inklusive Altersvorsorge, Erbschaftssteuer und Ausbildungskosten, zu überbrücken. Sind die Kinder noch klein, ist mindestens das Fünffache nötig, zumal Risiko-Policen keine Inflationsanpassung vorsehen.
Nachträglich aufstocken.
Die Alternative zu einer hohen Police in jungen Jahren: ein Vertrag mit Nachversicherungsgarantie. Ändern sich die Lebensumstände, kann die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung aufgestockt werden. "Wichtig beim Abschluss ist die Frage, wie umfangreich der Nachversicherungskatalog ausfällt", so Theo Pischke, Versicherungsexperte bei Finanztest. Heirat, Hauskauf oder Nachwuchs sind mittlerweile oft und günstig im Angebot. Veränderungen wie Berufseinstieg oder Selbstständigkeit sind teurer zu erstehen - werden aber auch längst nicht von jedem benötigt.
Überflüssiges ausklammern.
Vertragszusätze wie die Verdoppelung der Auszahlungssumme bei Unfalltod sind Mumpitz, sie erhöhen nur unnötig die Beiträge. Ebenso lässlich ist meist die Möglichkeit, die Police später in eine Kapital-LV umzuwandeln.
"Beitragsverrechnung" wählen.
Bei dieser Variante (Gegenmodell: Bonussystem) werden die jährlich zugeteilten Überschüsse nicht genutzt, um die Todesfallleistung zu erhöhen, sondern um die Beitragssteigerungen niedrig zu halten. Haken: Fallen keine Überschüsse mehr an, steigt der Beitrag bis zu einer im Vertrag angegebenen Maximalsumme (siehe Tabellen). Dieser Fall ist in der deutschen Versicherungslandschaft allerdings eher unwahrscheinlich.
Versicherungsstart rückdatieren.
Da sich die Beitragseinstufung auch nach dem Eintrittsalter richtet, kann es sich lohnen, den Beginn der Versicherung - gegen entsprechende Beitragszahlung - zurückzudatieren und so in einer günstigeren Stufe zu beginnen. Versicherungsmakler rechnen einem aus, wann sich das lohnt.
BU-Schutz kombinieren.
Eine Risiko-LV mit zusätzlichem Berufsunfähigkeitsschutz kostet ebenso viel oder sogar weniger als eine reine Risiko-Police. Spätestens bei dieser Kombi ist der detaillierte Blick auf die Vertragskonditionen und die Bonität der Gesellschaft sehr wichtig.
Im Doppelpack billiger.
Eine verbundene Risiko-LV, bei der sich die Partner gegenseitig absichern, ist mitunter billiger als zwei einzelne Policen. Nachteil: Die Versicherung zahlt nur einmal. Stirbt der eine, steht der andere für den Rest des Lebens ohne Versicherung da. Um Kinder weiter abzusichern, müsste dann eine neue Police her.
Jährlich zahlen.
Wer seinen Beitrag einmal pro Jahr zahlt, statt jeden Monat oder quartalsweise abbuchen zu lassen, kann ein paar Euro sparen. Der Aufschlag für Monatsraten beträgt laut Informationsportal Aspecta online beispielsweise stolze fünf Prozent.
Online abschliessen.
Direktversicherer sind zurzeit preislich kaum zu schlagen, weil sie sich keinen teuren Außendienst leisten. Aber: Nach einer aktuellen Psychonomics-Studie schneiden gerade deren Angebote in Sachen Verständlichkeit nicht gut ab. Wer nicht produktfest ist, zieht besser den Vor-Ort-Berater einer Versicherung vor.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.03.2006

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