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Führungskräfte

Miese Chefs schaden der Psyche

Teil 2: Eigenständigkeit sorgt für Zufriedenheit


Foto: Kzenon/Fotolia

Der Wissenschaftler befragte für seine Untersuchung insgesamt 1118 Arbeitnehmer mit einem Alter zwischen 19 und 64. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei etwa 36 Jahren – manche arbeiteten bei Kleinunternehmen, andere bei Mittelständlern, andere bei Großkonzern mit mehr als 500 Mitarbeitern.

Alle bekamen von Gillet einen umfangreichen Fragebogen, indem sie einerseits Angaben zu ihrem Arbeitsplatz machten sollten – welchen Führungsstil ihr Vorgesetzter hatte, ob sie sich von ihrem Arbeitgeber unterstützt fühlten und ob sie eigenständig arbeiten konnten.

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Andererseits sollten sie angeben, wie glücklich und zufrieden sie mit ihrem Job waren und ob sie sich dort wohl fühlten. Und siehe da: Je stärker der Vorgesetzte die Eigenständigkeit der Angestellten förderte, desto eher waren deren Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit erfüllt – und desto glücklicher und zufriedener waren sie auch mit ihrer Arbeit.

Nicht unter Druck setzen

Ein autoritärer Gutsherrenstil à la "Ich bin Chef, du nix" hingegen wirkte sich enorm negativ auf die Arbeitsmoral aus: Neigte die Führungskraft zum Kontrollwahn und ständigen Druckausüben, litt darunter auch das Wohlbefinden der Angestellten.

Die Ergebnisse sind zwar keine Sensation – taugen aber dennoch dazu, Personalverantwortliche an ihre Pflichten zu erinnern. "Vorgesetzte sollten die Eigenständigkeit der Mitarbeiter fördern", rät Nicolas Gillet, "anstatt ihnen ständig Deadlines zu setzen und sie unter Druck zu setzen.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

Dieser Artikel ist erschienen am 05.03.2012

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