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Führungskräfte

Miese Chefs schaden der Psyche

Daniel Rettig, wiwo.de
Eine neue Umfrage zeigt: Der Führungsstil des Vorgesetzten wirkt sich unmittelbar auf Angestellten aus – deren Moral leidet vor allem unter einem autoritären Gutsherrenstil.

Foto: Kzenon/Fotolia

Führungsstil wichtig für Angestellte

Chef zu werden ist nicht schwer, Chef zu sein dagegen sehr. Auf diese Formel könnte man das Dilemma von Managern bringen.

Wer in der Firmenhierarchie nach oben klettern will, braucht Talent, Fleiß, Biss und eine gute Portion Glück. Das Problem dabei: All das zeichnet noch lange keine gute Führungskraft aus. Im Gegenteil. Und so leiden Tausende von Angestellten regelmäßig unter dem Führungsstil ihres Chefs.

Einerseits ist das verständlich. Nichts hasst der Mensch so sehr, wie seine persönliche Freiheit beschnitten zu bekommen – aber genau das tun Personalverantwortliche tagtäglich. Qua Position können sie Autonomie einschränken, indem sie Aufträge erteilen und entziehen oder Positionen nach Gutdünken besetzen.

Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation

Chefs polarisieren von Natur aus. Die beiden US-Psychologieprofessoren Edward Deci und Richard Ryan postulierten vor einigen Jahren die Selbstbestimmungstheorie der Motivation. Demnach hat jeder Mensch drei universelle psychische Grundbedürfnisse: Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit.

Sind die nicht erfüllt, kommt es früher oder später zur emotionalen Schieflage. Wie wichtig eine gute Führungskraft nicht nur für die Moral der Angestellten, sondern auch für deren seelische Gesundheit ist, zeigt jetzt eine neue Studie von Nicolas Gillet von der französischen Universität Tours.

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