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Generation Y

Mehr Leichtigkeit im Arbeitsleben

Teil 5: Gegen starre Arbeitszeiten

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Foto: Abdone/Fotolia

Diese Generation weiß, dass sie wahrscheinlich arbeiten wird, bis sie 70 ist. Bis dahin will sie die Welt gesehen haben, nicht erst wenn sie in Rente geht. Auch Ann-Kristin Jenne kann sich vorstellen, eines Tages für drei bis sechs Monate auszusteigen und zu reisen.

Ihr Arbeitgeber, der Sensorenhersteller Sick, macht das möglich. Denn sie muss Überstunden nicht sofort abfeiern. "Ich kann zum Beispiel Überstunden für freie Tage oder gleich ein ganzes Sabbatical ansparen", sagt sie. Starre Arbeitszeiten gibt es für sie nicht, ihr Arbeitgeber zählt damit zu den sechs von zehn Unternehmen in Deutschland, die laut einer Studie der Beratung Bain & Company flexible Jobmodelle anbieten.

Wann man Angebote wie Sabbaticals oder Kinderbetreuung nutzt, ist dabei gar nicht so wichtig. Hauptsache, man kann selbst darüber entscheiden. Arbeit heißt für die Y-er wie Ann-Kristin Jenne oder Manja Lucke auch Weiterentwicklung.

Bildung heißt Perspektive

Beide studieren neben ihrem Beruf, lernen auch am Wochenende. Bildung ist eine Investition in die Zukunft – diese Generation weiß, dass sie nicht ihr ganzes Arbeitsleben bei einem Unternehmen bleiben wird. Und sieht das nicht als Gefahr, sondern als Chance. Wer die Y-er im Unternehmen halten will, muss ihnen Perspektiven bieten. Sonst sind sie ganz schnell weg.

Offenbar schaffen es nur die wenigsten Firmen, die jungen Leute richtig anzusprechen. Denn wer über die Konzepte für die Schnittstelle zwischen Hochschule und Berufseinstieg entscheidet, versteht oft nicht, wie die Absolventen ticken: "Das ist eine einzige Katastrophe", sagt Trost.


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