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Generation Y

Mehr Leichtigkeit im Arbeitsleben

Teil 4: Wichtig: Work-Life-Balance

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Foto: Abdone/Fotolia

Und die neuen Arbeitnehmer bleiben nicht ruhig, wenn ihnen etwas nicht passt, sondern sagen geradeheraus, was sie denken. Sie wissen wie sie arbeiten wollen – und vor allem wie nicht. Die Work-Life-Balance, also ein gutes Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit, ist dieser Generation enorm wichtig. "Das heißt aber vor allem Selbstbestimmtheit und nicht weniger arbeiten zu wollen", betont Trost.

Arbeitszeiten von 8.35 Uhr bis 17.15 Uhr seien ohnehin Relikte aus Zeiten, in denen noch an Maschinen gearbeitet wurde, sagt er. Das wollen drei Viertel der Beschäftigten nicht mehr, hat der Automobilzulieferer Johnson Controls in einer Befragung aus dem Jahr 2010 herausgefunden.

Warum also nicht an einem Sommernachmittag, wenn die Sonne die Grashalme kitzelt, ein paar Stunden am See genießen? Für viele der Einsteiger ist es kein Problem, dann eben am Abend weiterzuarbeiten. In der heutigen Wissensgesellschaft geht es um Denken und Kommunizieren? "Warum soll man dafür an einem festen Platz sitzen?", fragt Trost.

Entdecke die Möglichkeiten!

Mit der Unternehmenskultur ist das aber oft nicht vereinbar. Mobil ist diese Generation aufgewachsen, mobil arbeiten wollen laut der Studie von Johnson Controls drei von vieren. Beim Computerhersteller IBM gibt es viele Alternativen: virtuelle Teams, die konzernweite Chatfunktion, Online-Werkzeuge, um gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten, Plattformen, die Wichtiges erklären und Online-Netzwerke.

Manja Lucke ist 29 und arbeitet seit 2010 im Personalbereich des Konzerns. Zu Beginn war sie erstaunt: "Darf ich das auch alles benutzen?", fragte sie sich. Sie musste sogar. Denn nur so kann sie auch mit Kollegen auf anderen Kontinenten schnell kommunizieren. Oder dem Chef direkt eine Nachricht senden.


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