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Frau in klassischem Männerjob
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Männer und Frauen

Mehr Kompetenz in geschlechtsuntypischen Berufen

Katharina Reinhardt, wiwo.de
Junge Erwachsene, die in untypischen Berufsfeldern arbeiten, haben überdurchschnittliche Fähigkeiten, wollen Gender-Forscher an der Universität Basel herausgefunden haben.
Die Mechatronikerin und der Erzieher sind auch im Zeitalter der Gleichberechtigung relativ selten. Möglicherweise sind sie aber begabter als ihre geschlechtstypisch arbeitenden Kollegen.

Eine Forschungsgruppe für Gender Studies an der Universität Basel will jetzt herausgefunden haben, dass junge Erwachsene, die in geschlechtsuntypischen Berufen arbeiten überdurchschnittlich gute Fähigkeiten besitzen.

Männer, die in "Frauenberufen" und Frauen, die in "Männerberufen" arbeiten, können demnach mit besseren mathematischen Können und höheren Lesekompetenzen dienen, als Ihre Altersgenossen in typischen Berufsfeldern.

Frauen machen Karriere in der Schule, Männer im Job

Diese Ergebnisse unterlegen sie mit Daten der TREE-Studie. Für diese wurden 6000 Schweizer Jugendliche, die im Jahr 2000 mit 16 Jahren die Schulpflicht beendeten, in Jahresabständen zu ihrer beruflichen Entwicklung befragt. Zusätzlich wurden 33 auserwählte Jugendliche rund zehn Jahre nach ihrem Schulabschluss ausführlicher zu Ausbildungs- und Berufsverlauf befragt.

Diesen Interviews zufolge sind geschlechtsuntypische Ausbildungen und Berufe nach wie vor eine Seltenheit. Obwohl Frauen in ihrer schulischen Karriere weitaus erfolgreicher sind, machen Männer betrieblich viel schneller Karriere. Nur magere drei Prozent der 6000 Schüler ergriffen nach Abschluss der Schule einen für ihr Geschlecht untypischen Beruf.


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