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Sechs Generationen, eine Herausforderung für Manager
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Voneinander profitieren

Arbeitsimpulse der Generationen

Teil 3: Generationenspezifische Stärken nutzen

Doch auch wenn nicht alle Mitglieder einer Generation gleich ticken, können Unternehmen von Teams aus gemischten Altersgruppen enorm profitieren, wie Fischer sagt. "Bei den 'Babyboomern' und in der 'Generation Golf' finden wir eine hohe Leistungsbereitschaft und einen unheimlich starken Durchsetzungswillen." Die 'Generation Y' dagegen sei idealistisch und zeige viel Offenheit, Innovations- und Gründergeist.

Und beides brauchen Firmen. Auch der Erfahrungsschatz der Nachkriegs- und der Wirtschaftswundergeneration sei eine echte Bereicherung. Genauso wie die ganz junge Generation, die tatsächlich "Digital Native" sei, weil sie ein Leben ohne Internet überhaupt nicht mehr kenne. Die jetzigen Azubis könnten entsprechende Impulse für die Digitalstrategie eines Unternehmens liefern.

Jede Generation hat eine eigene "Währung"

Damit sich alle Generationen mit ihren jeweiligen Werten wohl fühlen und zum Unternehmenserfolg beitragen, müssten Führungskräfte vor allem wach sein, "und die Währung erkennen, die nötig ist", sagt Fischer. Eine Währung, die bei der "Generation Y" funktioniere, seien beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Fortbildungsangeboten oder Sabbaticals. Aber Vorsicht: Das heißt nicht, dass die jungen Leute deshalb keinen Wert auf ein anständiges Gehalt legen. "Nach wie vor dient Arbeit der Existenzsicherung. Das heißt, die Höhe des Gehalts ist nicht unwichtig", sagt auch Fischer. Es kommen lediglich neue Ansprüche hinzu.

Und schließlich hat auch die ältere Generation nichts gegen mehr Freiheit und Spaß an der Arbeit – solange das Geld stimmt.


Zuerst veröffentlicht auf: wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 16.08.2017

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