Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Sechs Generationen, eine Herausforderung für Manager
Foto: Viacheslav Iakobchuk / Fotolia.com
Voneinander profitieren

Arbeitsimpulse der Generationen

Kerstin Dämon, wiwo.de
Klischee oder Wahrheit: Die Babyboomer warten auf die Rente, die Generation Y arbeitet sowieso nicht gern? Ein Psychologe hat die Generationenunterschiede erforscht und erklärt, wie es sich mit unterschiedlichen Werten gut arbeiten lässt.
"Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte." Diese Aussage könnte eine überspitzte Zusammenfassung der Klischees über die sogenannte Generation Y sein. Also diejenigen, die im Zeitraum zwischen 1980 bis 2000 geboren wurden. Manchmal wird diese Gruppe auch als Millennials oder Generation Me bezeichnet. Letzteres, weil die Jungen es gewohnt seien, dass sich alles nur um sie dreht. Also genau das, was das Zitat besagt, das dem griechischen Philosophen Sokrates zugeschrieben wird.

Was zum einen zeigt, dass es nichts Neues ist, dass kluge Menschen einer kompletten Generation irgendwelche Eigenschaften attestieren. Und zum anderen, dass offenbar mehrere Menschen verschiedener Generationen die gleichen Eigenschaften haben.

Am Arbeitsplatz müssen Mitarbeiter verschiedener Generationen an einem Strang ziehen

Trotzdem gibt es die Generationenforschung zu Recht, denn Menschen unterschiedlicher Generationen haben verschiedene Dinge erlebt, unterschiedliche Werte entwickelt und legen entsprechend auch andere Verhaltensweisen an den (Arbeits-)Tag, als Menschen anderer Generationen. Unternehmer, die vom 16-jährigen Azubi bis zum 73-jährigen Unruheständler sämtliche Gruppen beschäftigen, müssen deshalb ganz andere Herausforderungen stemmen, als Manager, deren Mitarbeiter alle zwischen 30 und 40 sind.

Einer, der sich wissenschaftlich mit dem Thema Generationenkonflikt im Büro beschäftigt, ist Peter Fischer. Er hat seit 2011 den Lehrstuhl für Sozial-, Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Universität Regensburg inne. In einem kürzlich in der Fachzeitschrift "Report Psychologie" erschienen Interview erläutert er die Unterschiede der einzelnen Generationen zueinander und was das für Arbeitgeber bedeutet.

JobAgent | FÜHRUNGSKRÄFTE

Gehälter