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Führungsstil

Management by Smartphone

Cornelia Schmergal, Liane Borghardt | wiwo.de
Chat, Videokonferenz, Skype: Vorgesetzte und Mitarbeiter kommunizieren zunehmend in virtuellen Teams, über Raum- und Zeitgrenzen hinweg. Ständige Erreichbarkeit erhöht die Profitabilität der Unternehmen – verlangt von Managern aber einen neuen Führungsstil.

Foto: elevenarts/Fotolia

Über Nacht jede Menge Mails aus Asien

Sein Arbeitstag beginnt morgens um 7.20 Uhr – mit einem Blick auf sein Smartphone. Mathias Grünewald beginnt damit, die gut zwei Dutzend E-Mails seiner Mitarbeiter aus Indien und China abzuarbeiten, die über Nacht aufgelaufen sind – während er im Zug nach Darmstadt sitzt, auf dem Weg zu seinem Arbeitgeber, dem Chemiekonzern Merck.

Grünewald leitet dort den weltweiten technischen Einkauf. Eine Aufgabe, die ihn nicht selten bis halb elf Uhr abends auf Trab hält.

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Oft schickt er dann von zu Hause im hessischen Groß-Umstadt die letzten elektronischen Kommentare und Anweisungen – an seine Mitarbeiter in den USA, bei denen es erst Nachmittag ist. 

Schnelle Antworten als Wertschätzung

Die kleinen Tasten seines Blackberry kann Grünewald in Windeseile bedienen. Sein Vorsatz: jede E-Mail spätestens innerhalb von zwölf Stunden zu beantworten. Um seinen Mitarbeitern "die nötige Wertschätzung auszudrücken", wie der 48-Jährige es formuliert. "Tippfehler sehe ich da lockerer als früher."

Seit sein Arbeitgeber vor gut zwei Jahren den Einkaufsbereich global umstrukturiert hat, verantwortet Grünewald ein weltweites Netzwerk von rund 70 Einkäufern in Europa, den USA, Südamerika und Asien, mit denen er projektweise zusammenarbeitet und vor allem via E-Mail kommuniziert.


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