Fehler
Männliche Chefs werden schärfer verurteilt
Daniel Rettig, wiwo.de
Wenn Männer in Führungspositionen Fehler machen, werden sie schärfer verurteilt als ihre weiblichen Pendants. Das behaupten US-Forscher in einer neuen Studie.

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Keine Gnade Für Manager
"Irren ist menschlich", hieß es schon im alten Rom, "aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch". Dahinter steckt die Annahme, dass Fehler grundsätzlich in Ordnung sind – solange man sie nur einmal macht.
Wahr ist aber auch: Managern werden solche Fehler seltener verziehen. Mehr noch: Männliche Führungskräfte werden für Fehltritte schärfer verurteilt als ihre weiblichen Pendants.
So lautet das Fazit einer neuen Studie von Christian Thoroughgood von der Pennsylvania State Universität. Gemeinsam mit einigen Kollegen untersuchte er, wie Männer und Frauen in Führungspositionen bewertet werden, wenn sie Fehler begehen.
Testmails als Versuch
Dafür lasen knapp 300 Studenten, die bereits über Erfahrung im Arbeitsleben verfügten, eine Reihe erfundener E-Mails.
Darin wurde das Fehlverhalten einer Führungskraft beschrieben - zum einen bei bestimmten Aufgaben, zum anderen in zwischenmenschlichen Beziehungen.