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Karriere-Aussteiger

Lieber das eigene Süppchen kochen

Teil 4: Und warum das Ganze?


Foto: fotofrank/Fotolia

Wofür auch immer sich diese Menschen entscheiden: Welche Motive bewegen sie zu diesem radikalen Schritt? Warum ist er ausgerechnet in der Finanzbranche so häufig zu beobachten? Und was lässt sich daraus lernen?

Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, kann man etwa nach Herzebrock-Clarholz zu Stefan Roggenkamp fahren. Als der an diesem Montagmittag die schlichten Produktionshallen inspiziert, ist kaum etwas los auf dem 7000 Quadratmeter großen Firmengelände im Gewerbegebiet der Kleinstadt in der westfälischen Provinz.

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Trotzdem huscht ein Lächeln über das Gesicht des 42-Jährigen. "Morgens einkochen und abfüllen, dann aufladen und ausliefern – so soll es sein", sagt Roggenkamp. Und greift sich einen kleinen Becher "Feinste Bio-Eiscreme Erdbeere", abgepackt in kleine 100-ml-Portionen, bestellt von einem Stuttgarter Feinkostladen.

Sich selbst neu finden

"Man muss heute in der Lage sein sich selbst neu zu erfinden", sagt der Unternehmer, der Fertiggerichte in Bioqualität herstellt und sich "eine steile Lernkurve" bescheinigt. "Diese Realwirtschaft, das ist noch mal eine ganz andere Herausforderung als früher."

Früher, das war Roggenkamps altes Leben. Da arbeitete er als Investmentbanker in London, gut zehn Jahre lang, konstruierte Finanzderivate für die japanische Investmentbank Mizuho.


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