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Schokolade macht glücklich
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Stressbewältigung

Leckerbissen als Druckausgleich im Job

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Unter Stress verändern viele Menschen ihr Essverhalten. Und das ist nicht zu ihrem Besten. Worauf Gestresste bei der Nahrungsaufnahme achten sollten.
Stress ist ein Volksleiden. Wie zuletzt der Report der Techniker Krankenkasse zeigte, belastet Stress nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper. Eigentlich ist Stress – in Maßen – nicht unbedingt gesundheitsschädigend. Das Adrenalin, das in Stress-Situationen ausgeschüttet wird, macht in entscheidenden Situationen leistungsfähiger.

Wird der Stress aber chronisch, drohen nicht nur psychische Störungen wie Burnout, Depressionen oder Angststörungen. Häufig folgen aus Stress auch unmittelbar körperliche Beschwerden wie Magenschmerzen, Rückenprobleme, Tinnitus oder Kopfschmerzen.

Als Mittel gegen Stress gilt vor allem viel Bewegung, unterschätzt wird dagegen von vielen Betroffenen die Bedeutung der Ernährung.

Energiebedarf decken

"Viele Leute ändern ihr Essverhalten, wenn sie unter Stress stehen. Sie essen unregelmäßig, ungesund, zu viel oder auch zu wenig", sagt Ernährungsmedizinerin Stephanie Grabhorn.

"Jedoch ist es gerade bei länger andauernden Stress-Phasen wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. Die Zellen arbeiten nämlich auf Hochtouren und benötigen gerade jetzt ausreichend Nährstoffe. Wird der Bedarf an Energie und Mikronährstoffen nicht gedeckt, fühlt man sich schnell müde und erschöpft."

Kalorienreiche Snacks

Der Grund für das veränderte Essverhalten sind zunächst die äußeren Umstände der Stresssituation selbst: Wer viel und unter hohem Druck arbeiten muss, nimmt man sich oftmals nicht die Zeit, ausgewogene Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Stattdessen wird nebenbei gesnackt, weil es schneller geht – möglicherweise sogar ohne den Arbeitsplatz zu verlassen. Diese Snacks sind in der Regel fett- und kalorienreich und vitaminarm.


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