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Kündigen: so geht es, ohne der Karriere zu schaden
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Arten der Kündigung

Der große Abgang – mit Stil und ohne

Tina Groll, zeit.de
Wohlüberlegt oder impulsiv, sachlich oder "mit Nachtreten": Es gibt zwar sieben verschiedene Stile, den Job zu kündigen – aber nur drei Arten, die der Karriere nicht schaden.
Die einen sind voller Dank, die anderen beenden das Jobverhältnis sehr neutral, und wieder andere nutzen die Gelegenheit für eine Rundumabrechnung. Es gibt sieben verschiedene Stile, wie man den Job kündigt. Das fanden die Organisationsforscher Anthony Klotz von der Oregon State University und Mark Bolino von der University of Oklahoma in einer Studie heraus.

Die beiden Forscher wollten wissen: Kann man die Stile, wie Menschen ein Arbeitsverhältnis beenden, unterscheiden? Und wenn ja, wie wirken die Arten, einen Job zu kündigen, auf die Betroffenen, auf die Führungskräfte und Kollegen – und möglicherweise auch auf den späteren Berufsverlauf?
 
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Die Forscher führten also vier verschiedene Studien durch, in denen sie ermittelten, wie amerikanische Mitarbeiter typischerweise ihren Job kündigten. Dazu befragten sie sowohl Arbeitnehmer als auch Führungskräfte.

Motivation zu kündigen

In den USA beträgt die reguläre Kündigungsfrist nur zwei Wochen – also eine recht kurze Zeitspanne zwischen Einreichen der Kündigung und dem tatsächlichen Ausscheiden aus dem Unternehmen. Und: Berücksichtigt wurden nur Eigenkündigungen. (Interessant wäre natürlich, ob es auch ein typisches Kündigungsverhalten von Chefs gibt.)

Insgesamt identifizierten die Managementforscher sieben verschiedene Typen. Drei davon hatten einen eher positiven Stil, der sich auf lange Sicht vorteilhaft auf ihre berufliche Laufbahn und die Fähigkeit, Karrierenetzwerke aufzubauen, auswirken dürfte.

Zwei Stile waren eher neutral, und zwei wurden von den Forschern als negativ klassifiziert, da sie als destruktiv eingeschätzt wurden.

Da wären zum einen die dankbaren Mitarbeiter, die mit aller Herzlichkeit die Trennung vollziehen – und oftmals sogar traurig über ihr selbst gewähltes Ausscheiden sind. Gut jede zehnte Eigenkündigung erfolgt der Studie zufolge auf diese Weise. Diese Mitarbeiter wollen bloß keine Brücken zu ihrem Arbeitgeber abbrechen, ihnen ist ein langes und persönliches Gespräch sehr wichtig. Das Gefühl, gerecht und gut behandelt worden zu sein und dies den Führungskräften, Kolleginnen und Kollegen und der Firma zurückgeben zu wollen, überwiegt bei dieser Art zu kündigen. Und nicht nur die dankbaren Mitarbeiter sind traurig, in der Regel sind es auch die Vorgesetzten und Kollegen. Ein klares Zeichen für diesen Stil ist eine ehrlich gemeinte große Abschiedsfeier und das Pflegen der Kontakte auch lange nach dem Ausscheiden.

Nicht ganz so emotional, aber ebenfalls positiv ist der sogenannte vorschriftsmäßige Kündigungsstil. Gut ein Drittel aller Kündigungen soll auf diese Weise erfolgen. Der Mitarbeiter sucht das direkte und persönliche Gespräch mit dem Vorgesetzten. Er nennt den Grund für das Ausscheiden und hat ein großes Interesse an einer freundlichen Trennung im Einvernehmen. Wesentlich für diesen Kündigungsstil sind die Kollegialität und das Interesse, die Zeit bis zum Ausscheiden positiv zu gestalten. Meist besteht auch der Wunsch, einen professionellen Kontakt zu behalten – immerhin trifft man sich im Arbeitsleben oftmals zweimal. Auf diese Weise zu kündigen, ist korrekt – allerdings auch nicht über die Maßen herzlich. Vorgesetzte finden diesen Stil angenehm und sind in der Regel bereit, Mitarbeitern, die sich so trennen, ein faires Ausscheiden zu ermöglichen.

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