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Innovationen

Kreativität kann man lernen

Tina Groll/zeit.de
Kreativität ist nicht jedem in die Wiege gelegt. Es gibt jedoch Methoden, mit denen man Kreativität am Arbeitsplatz beflügeln kann - und zwar weitaus mehr als nur die Mindmap. Ein Überblick über Kreativitätstechniken und ihre Einsatzmöglichkeiten.
Die Mindmap ist der Kreativitäts-KlassikerFoto: © momanuma - Fotolia.com

Neulich hatte Benno van Aerssen mal wieder so einen Kunden. Er bat den Kreativ-Coach, an einem Team-Meeting teilzunehmen. Das Konzept für den Messestand im kommenden Jahr sollte erarbeitet werden. Wenn der Trainer anwesend ist, so dachte der Kunde, wären die Mitarbeiter möglicherweise einfallsreicher. Wirklich geholfen hat das nicht. "Kreativ zu sein, das klappt nicht auf Knopfdruck", sagt van Aerssen. Er weiß wovon er spricht, denn er ist selbst Unternehmer und bietet E-Learning-Lösungen an. Auch da ist Ideenreichtum gefragt."Kreativität braucht Freiraum, eine entsprechende Innovationskultur und Übung", behauptet van Aerssen, der auch Autor eines Buches über Kreativität ist. Nur wer sich frei fühle, könne kreativ werden und habe Ideen. Bei Google zum Beispiel dürfen die Mitarbeiter angeblich 20 Prozent ihrer Arbeitszeit frei für eigene Tüfteleien verwenden, und auch beim Unternehmen 3M bekommen die Entwicklungsingenieure frei, um an eigenen Projekten zu arbeiten. Das Unternehmen gilt als innovativ und wurde 2010 als einer der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet. Die Firmen haben erkannt, dass der Perspektivenwechsel erfinderisch machen kann.

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Unzählige KreativitätstechnikenVan Aerssen ist überzeugt, dass sich Kreativität erlernen lässt. Experten haben mehr als 200 verschiedene Techniken entwickeln – viele sind den meisten jedoch unbekannt. "Wenn überhaupt, kennen sie nur zwei: Brainstorming und Mindmapping", sagt van Aerssen.Als Erfinder des Brainstormings gilt der amerikanische Autor Alex F. Osborn, der seit 1919 in der amerikanischen Werbebranche tätig war und erkannte, dass die Arbeitstreffen den Einfallsreichtum der Mitarbeiter eher begrenzten, statt beförderten. Er legte Regeln fest, die noch heute beim Brainstorming gelten: Zum Beispiel, dass Kritik verboten und jede Idee erst einmal gut ist. "Brainstorming ist das lose Assoziieren von Ideen. Die Methode lässt sich allein und in der Gruppe umsetzen und eignet sich für den Beginn eines kreativen Prozesses", sagt van Aerssen. Großer Nachteil: In Arbeitsteams, in denen Konflikte bestehen, bringen sich häufig nicht alle gleichermaßen ein.

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