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Wettkampf im Job
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Arbeitsumfeld

Kooperierende Frauen, wettstreitende Männer

Katharina Heckendorf, wiwo.de
Im Berufsleben geben sich Männer gerne als Einzelkämpfer, Frauen hingegen arbeiten lieber im Team. Was nach einem Klischee klingt, konnten zwei Wissenschaftler nun in einer Studie beweisen.

Männer sind anders, Frauen auch – das zeigt sich nicht zuletzt im Berufsalltag. Welches Arbeitsumfeld Frauen besonders gut gefällt, wollten die beiden Ökonomen Peter Kuhn (Universität von Kalifornien in Santa Barbara) und Marie-Claire Villeval (Universität Lyon) wissen. Für ihre Studie luden sie 174 Studenten zu einem Laborexperiment.

Die Probanden sollten am Computer vier Minuten lang ausgeschriebene Zahlen in Nummern übertragen. Je mehr sie schafften, desto besser wurden sie bezahlt.

Individuelle Anerkennung oder Gruppenleistung

Den Raum teilten sie dabei mit jeweils einem anderen Teilnehmer. Vorab konnten sie jedoch ihre Entlohnung wählen: Wollten sie individuell, entsprechend ihrer eigenen Leistung bezahlt werden – oder anteilig für die Leistung der Gruppe? Und siehe da: Frauen entschieden sich deutlich häufiger für die Bezahlung auf Basis der Gruppenleistung.

Die Freiwilligen sollten diese Entscheidung auch begründen. Dabei hatten sie die Wahl zwischen Antworten wie "Ich war besorgt, dass mein Partner nicht gut in dieser Aufgabe sein würde" oder "Ich war besorgt, dass mein Partner nicht hart arbeiten würde, aber trotzdem bezahlt würde".


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