Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Forscherjobs in Deutschland
Foto: Alexander Raths/Fotolia.com
Forschen in Deutschland

Konkurrenz für die US-Wissenschaftsbetriebe

Carola Sonnet
Der lange befürchtete "Brain Drain" kehrt sich um: Dank üppiger Förderprogramme zieht es deutsche Wissenschaftler zurück in die Heimat. Der deutsche Standort wird zudem immer spannender auch für Nicht-Europäer.
Christian Henneberger erinnert sich genau an den Moment, als er das erste Mal in seinen eigenen, leeren Laborräumen stand. "Mit dem sprichwörtlichen Batzen Geld in der Tasche freute ich mich darauf, alles mit Geräten auszurüsten", sagt der Juniorprofessor von der Universität Bonn.

1,25 Millionen Euro kann Henneberger bis 2015 ausgeben.

Das Geld aus dem NRW-Rückkehrerprogramm soll Nachwuchsforschern, die wie der junge Neurowissenschaftler länger im Ausland geforscht haben, die Heimkehr nach Deutschland schmackhaft machen. "Ich bin dem Geld für mein eigenes Labor hinterhergezogen", sagt der 38-jährige Berliner freimütig über seine Entscheidung für Nordrhein-Westfalen: "Bei der experimentellen Arbeit ist es wichtig, dass man das Geld flexibel verwenden kann. Dafür eignen sich Rückkehrerprogramme hervorragend." Vor seiner Rückkehr hat er sechs Jahre auf einer Post-Doc-Stelle am University College in London gearbeitet.

Gute Rückkehrbedingungen

Die Bedingungen für rückkehrwillige deutsche Forscher werden immer besser. Auch Bayern hat 2012 das Programm "Return to Bavaria" aufgelegt, das Karriereberatung bietet und bei der Jobsuche hilft.

Darüber hinaus sind bei vielen Forschungsinstitutionen Rückkehrerprogramme Bestandteil der Stipendiaten-Förderung.

Und gemeinsam betreiben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Humboldt-Stiftung das German Academic International Network (Gain), in dem sich bereits 4 500 Forscher vernetzt haben, um von interessanten Stellen in Deutschland zu erfahren.

Auf der Pirsch in den USA

Viele dieser deutschen Akademiker konnten sich jetzt auf der European Career Fair – der größten Messe dieser Art in den USA – auf dem Campus des renommierten MIT in Boston über Karriereoptionen in Europa informieren. Rund 4000 Besucher konnten Vorstellungsgespräche mit neuen Arbeitgebern führen.

29 Großunternehmen, die wichtigsten Hochschulen und europäischen Institutionen warben um die besten Köpfe der amerikanischen Hochschulen: BASF, Continental, SAP und Siemens werden da sein, genauso wie die EU-Kommission, das Auswärtige Amt, die Fraunhofer Gesellschaft, die Freie Universität Berlin, die LMU München, das Karlsruhe Institut für Technologie oder die Max-Planck-Gesellschaft.

Der Jobturbo

Eine Suche - alle Jobs

Karriere | Service

Initiative

Werden Sie eine Fair Company!

Themen im Überblick

Gehälter

Fair Company | Initiative