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Knast
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Manager hinter Gittern

Knast mit Promi-Bonus

Harald Schumacher, Kristin Schmidt und Claudia Tödtmann | wiwo.de
Uli Hoeneß hat seine Haftstrafe angetreten. Was ihn dort erwartet – und wie andere verurteilte Ex-Manager und Unternehmer den Haftschock erlebten.
Von den Regeln des Freiheitsentzugs hat Günter Netzer wohl keine Ahnung. Der Fußball-Altstar verkündete kürzlich, seinen alten Kumpel Uli im Gefängnis zu besuchen: "Das wird garantiert passieren."

Aber nachdem Hoeneß nun seine wegen Steuerhinterziehung verhängte dreieinhalbjährige Haftstrafe angetreten hat, kann er Termine nicht mehr nach Gusto vereinbaren.

Zweimal im Monat darf er Besuch von jeweils maximal drei Personen empfangen – nicht länger als zwei Stunden.

Absturz vom Häuptling zum Häftling

"Für Außenstehende mag das gar nicht so hart klingen", sagte Ex-Comroad-Chef Bodo Schnabel nach dreieinhalb Jahren Haft, die er wegen Kursmanipulation und gewerbsmäßigen Betrugs abgesessen hatte: "Aber egal, was Sie im Gefängnis machen – es ist kein freiwilliger Entschluss."

Der Absturz vom Häuptling zum Häftling ist nicht selten. Die Liste der derzeit inhaftierten Manager reicht von Hedgefondsgründer Raj Rajaratnam bis zum früheren Chef der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria, Wolfgang Kulterer. Auch Kulterers Nachfolger Thilo Berlin wurde gerade wegen Nebenvereinbarungen mit Investoren zum Schaden der Bank zu 26 Monaten Haft verurteilt


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