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Die Babypause wird zur Karrierefalle
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Wiedereinstieg nach Babypause

Karriere trotz Elternzeit?!

von Lin Freitag und Kristin Schmidt, wiwo.de
Degradierung, Kündigung, manchmal sogar Entlassung: Die Auszeit nach der Geburt eines Kindes bedeutet für Mütter oft immer noch das Ende der Karriere.
Der Blick zurück ist das Ende der Hoffnung: "Für viele Frauen entpuppt sich der dreijährige Erziehungsurlaub als Falle. Die Lösung: Die Familienpause muss kürzer werden – und auch für Männer selbstverständlich."

Mit eben diesen Worten begann hier ein Artikel – vor ziemlich genau 16 Jahren, Anfang Februar 1999.

Bestandsaufnahme

Sieben Jahre und Dutzende Artikel über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie später, hat sich an der Situation nicht viel geändert. "Junge Frauen wollen Kinder haben und ihren Beruf weiter ausüben. Väter wollen erziehende Väter sein, nicht mehr nur Ernährer. Mit unserer Familienpolitik erkennen wir dies an, indem wir zum Beispiel das Elterngeld einführen", sagt die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen 2006 in einem Interview.

Weitere sechs Jahre später fordert ihre Nachfolgerin im Bundesfamilienministerium, Kristina Schröder: "Die Arbeitswelt muss weiblicher werden. Die Verantwortung in der Familie muss männlicher werden."

Und heute? Hat sich die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Einführung des Elterngelds und den Rechtsanspruch auf einen Kinderkrippenplatz abschließend geklärt? Wurden Rollenbilder überdacht, der richtige gesetzliche Rahmen gesetzt? Kurz: Ist es für Eltern leichter geworden, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen?

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