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Junge schiebt Einkaufswagen
Foto: Creativa/Fotolia.com
Mitarbeitermotivation

Jung pusht Alt

Ferdinand Knauß, wiwo.de,
Wie können Unternehmen ihre älteren Mitarbeiter motivieren? Indem sie mit jüngeren zusammen arbeiten, zeigt eine Studie.
Die Zusammenarbeit von jüngeren und älteren Mitarbeitern scheint nicht nur gut für den Unternehmenserfolg zu sein, sondern die Älteren auch zu motivieren. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veröffentlicht hat. Die Forscher untersuchten mehrere mögliche Faktoren, die dazu beitragen könnten, dass ältere Mitarbeiter bis zum gesetzlichen Rentenalter im Job bleiben.

Eine altersgerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes, verringerte Arbeitszeiten und Leistungsanforderungen, altersgemischte Arbeitsteams, allgemeine Weiterbildung, spezielle Weiterbildung, Altersteilzeit: Unternehmen setzen oft auf eine oder mehrere dieser Maßnahmen, um ältere Arbeitnehmer länger an sich zu binden.

Das ZEW hat diese Maßnahmen mithilfe der Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu Arbeitnehmern zwischen 40 und 65 Jahren aus dem Jahr 2002 geprüft. Grundlage waren Angaben aus 1063 westdeutschen Unternehmen, die mindestens fünf ältere Mitarbeiter beschäftigen.

Altersmischung ohne Ende

Es zeigt sich, dass nur altersgemischte Teams die gewünschte längere Beschäftigungsdauer zur Folge haben. Dagegen scheint Altersteilzeit die Beschäftigungsdauer älterer Arbeitnehmer sogar eher zu verringern und alle anderen der aufgelisteten Maßnahmen beeinflussen die Entscheidung, wie lange ältere Arbeitnehmer im Unternehmen verbleiben, überhaupt nicht. Insgesamt bot etwa die Hälfte der untersuchten Unternehmen mindestens eine Maßnahme für ältere Arbeitnehmer an.

Dabei bot gut ein Drittel (36 Prozent) mit der Altersteilzeit die Möglichkeit an, bei verlängerter Vertragsdauer die Arbeitszeit zu reduzieren. 18 Prozent der Unternehmen führten altersgemischte Arbeitsteams ein, in die ältere Arbeitnehmer ihre größere Erfahrung und junge Arbeitnehmer ihr neueres Fachwissen einbringen können. 17 Prozent schufen Angebote zur allgemeinen Weiterbildung.

Dagegen setzten die Unternehmen verringerte Arbeitsanforderungen, eine altersgerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes, die beispielsweise Einschränkungen des Seh- oder Hörsinns berücksichtigt, sowie eine speziell auf ältere Arbeitnehmer zugeschnittene Weiterbildung mit jeweils fünf, vier und drei Prozent deutlich seltener ein.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 25.03.2013

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