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IT-Sicherheit

Job mit Zukunft: Daten-Detektiv

Chris Löwer
Datenskandale häufen sich in etlichen Branchen. Um ihnen vorzubeugen, haben IT-Sicherheitsexperten Hochkonjunktur. Neben IT-Kenntnissen muss man jedoch auch in rechtlichen Fragen bewandert sein. Eine Zusatzausbildung verschafft die nötige Qualifikation.
Die Bedeutung von IT-Sicherheit wächstFoto: © kalligra - Fotolia.com
So sieht der GAU einer Großbank aus: Reichlich zerknirscht musste HSBC-Chef Alexandre Zeller unlängst den Diebstahl von 15 000 Kundendatensätzen durch den ehemaligen IT-Mitarbeiter Hervé Falciani zugeben. Doch nicht nur in der Schweiz häufen sich die Datenpannen, auch hierzulande mehren sich Datendiebstahl und -missbrauch.So sind dem Finanzdienstleister AWD rund 27000 Datensätze mit Namen, Adressen, Geburtstagen und Berufsbezeichnungen von Kunden samt Informationen über deren Versicherungen und Geldanlagen abhanden gekommen. Auch die Telekom wird derart von einer Datenmissbrauchsserie gebeutelt, dass Telekom-Chef René Obermann dem Thema Datenschutz schon ein eigenes Vorstandsressort gewidmet hat. Und die Betriebskrankenkasse BKK wurde von Mitarbeitern eines externen Call-Centers mit entwendeten Patientendaten erpresst.

Die besten Jobs von allen

"Heute nehmen Diebe nicht mehr die Kasse mit, sondern Daten", sagt Frank Marzluf, Partner Forensic & Dispute Services der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte. "Die Zahl der Fälle nimmt deutlich zu, weil Datenmanipulation und -diebstahl zum florierenden Geschäft geworden ist." Wie auch der Fall der Schweizer CD-Rom mit den Namen deutscher Steuerflüchtlinge zeigt, die NRW für rund 2,5 Mio. Euro gekauft hat.IT-Sicherheitsexperten sind gefragtUm Datenklau und -betrug wirksam vorzubeugen, "wächst der Bedarf an versierten Sicherheitsexperten", prognostiziert Steffen Salvenmoser. Er ist Partner bei Pricewaterhouse-Coopers (PWC) und dort zuständig für den Geschäftsbereich Forensic Services. Sein buntgemischtes Team ermittelt in Fällen von Computerkriminalität, um zum Beispiel Täter aufzuspüren. Es besteht aus Juristen, Wirtschaftsprüfern, Betriebswirten, Wirtschaftsrechtlern, IT-Experten, ehemaligen Kriminalbeamten und Staatsanwälten.Um effizienter vorzubeugen und um der Professionalisierung der Datenschützer-Branche zu dienen, hat der Berufsverband der IT-Revisoren und -Sicherheitsmanager (ISACA) den Ausbildungsgang zum Certified Information Security Manager (CISM) eingeführt. Er richtet sich an erfahrene Fach- und Führungskräfte, die sich mit diesem Examen nachweislich für die Planung, Umsetzung sowie die Steuerung und Überwachung von IT-Sicherheitskonzepten qualifizieren.

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