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Überstunden
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Arbeitszeit

Jeder Dritte schiebt 45 Stunden

Kerstin Dämon, wiwo.de, dpa
Mehr als die Hälfte der Angestellten arbeitet mehr als vertraglich vereinbart, jeder Dritte "kloppt" sogar 45 Wochenstunden und mehr im Büro. Lesen Sie, in welchen Branchen es besonders schlimm ist.
Deutlich länger arbeiten als vereinbart – das ist für jeden dritten Beschäftigten in Deutschland Realität. 33 Prozent der Vollzeitbeschäftigten verbringen mehr als 45 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz, jeder Sechste (17 Prozent) mehr als 48 Stunden pro Woche. Das geht aus einer Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor.

Frauen machen der Studie zufolge seltener Überstunden, weil sie häufiger in Teilzeit arbeiten: Jede zweite Frau (48 Prozent), aber nur jeder zwölfte Mann (acht Prozent) arbeitet in Teilzeit.

Arbeitszeiten flexibler regeln

Eines haben beide Geschlechter gemeinsam, wie DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagt: "45 Stunden und mehr pro Woche arbeiten – viele Beschäftigte tun das nicht freiwillig." Auch das Arbeitsschutzgesetz sagt ganz klar, dass Arbeiten ohne Ende nicht erlaubt ist. "Es gelten gesetzliche Höchstarbeitszeiten – meist sind mehr als acht Stunden am Tag verboten", bekräftigt Buntenbach.

Die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer berichten entsprechend häufig von einer schlechten Work-Life-Balance und fehlender Erholung. "Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können", fordert Buntenbach deshalb.

Zuerst veröffentlicht auf
wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 25.02.2016

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