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Gründen in China

Inspirierende Energie für Jungunternehmer

Teil 3: Leicht zu unterschätzen


Foto: jp781/Fotolia

Und nun auf rund 15.000 Quadratmetern Gewerbefläche deutschen Mittelständlern nicht nur Platz für ihre Fertigung und gemeinsame Verwaltungsabteilungen etwa für Personal, IT oder Buchhaltung bietet, sondern darüber hinaus auch Managementexpertise: Bis der Unternehmensableger etabliert ist, übernehmen der studierte Wirtschaftsingenieur oder seine Mitarbeiter die Geschäftsführung.

Zehn Mittelständler, meist renommierte bayerische Maschinenbauer und Autozulieferer, sind bereits Kunden. "Viele Gründer unterschätzen die Komplexität des chinesischen Marktes und der Regularien, die sich sogar von Hausnummer zu Hausnummer unterscheiden können, beobachtet auch Rainer Burkardt.

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Der Anwalt ist Mitinhaber der Schanghaier Kanzlei Burkardt, Böhland & Partner und begleitet Investoren und Gründer juristisch auf ihrem Weg nach und in China. Dass sich ein Unternehmer im Reich der Mitte fast täglich wechselnden Rahmenbedingungen stellen muss, weiß auch Doris Rathgeber.

"Nicht entmutigen lassen"

So wurde erst im vergangenen Sommer durch ein neues Gesetz allen in China approbierten ausländischen Ärzten die Lizenz entzogen. Und kurz zuvor hat die chinesische Regierung die Sozialversicherungspflicht auf ausländische Mitarbeiter ausgedehnt, was Rathgebers Personalkosten um bis zu 30 Prozent steigern würde.

Wie man als Unternehmer mit solchen Nackenschlägen umgeht? Die gebürtige Düsseldorferin, die zunächst zwei Jahre an der Tongji und der Normal University in Schanghai Mandarin paukte, um anschließend Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der Landessprache studieren zu können, gibt sich gelassen: "Nicht persönlich nehmen und nicht entmutigen lassen."


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