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Generation Golf

In Dubai boomt die Wirtschaft

Claudia Obmann
Ungeachtet der Weltwirtschaftskrise boomen einige Staaten am Persischen Golf. Vor allem Saudi-Arabien, Oman, der Inselstaat Bahrain und das Scheichtum Katar sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).
Die Wirtschaftsoase Dubai wächst und gedeiht.Foto: © Udo - Fotolia.de
Die VAE sind ein auf der Arabischen Halbinsel gelegener, im Süden und Westen an Saudi-Arabien und im Osten an Oman und über die Hoheitsgewässer an Katar angrenzender Bundesstaat. Er besteht aus den insgesamt sieben Emiraten Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ra's al-Chaima, Scharjah und Umm al-Qaiwain, denen jeweils ein absoluter Herrscher vorsteht. Das heutige Staatsgebiet der Föderation umfasst etwa 83.600 Quadratkilometer. Das entspricht ungefähr der Größe der beiden deutschen Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Abu Dhabi, der flächenmäßig größte der sieben Wüsten-Zwerge, stellt auch die VAE-Hauptstadt. Das reichste und mächtigste Scheichtum der VAE nimmt allein 86 Prozent der VAE-Landfläche ein und produziert 85 Prozent des Öls aller sieben Emirate. Die wichtigsten Ansiedlungen liegen direkt an der Küste. Sie mit Energie, Trinkwasser, Kommunikations-, Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur zu versorgen, ist die Hauptaufgabe der Zukunft.Außerdem wird die bislang vergleichsweise dümpelnde Förderung der riesigen Gasvorkommen intensiviert und ein ziviles Nuklearprogramm entwickelt. Um die chronisch verstopften Häfen, Flughäfen und Straßen auf der 800-Kilometer-Distanz von Bahrain nach VAE über Katar vom Gütertransport zu entlasten, soll die gesamte Region einschließlich Saudi Arabiens und Omans zum Beispiel in den nächsten fünf bis zehn Jahren mit einem knapp 4000 Kilometer langen Eisenbahnnetz überzogen werden. Es geht um Aufträge im Wert von 20 Milliarden Dollar. Daneben entstehen weitere spannende Projekte mit tollen Jobchancen für gut ausgebildete, flexible junge Deutsche. Ein Überblick:

Die besten Jobs von allen

Abu Dhabi:Der Masterplan 2030 von Abu Dhabi sieht ein Investitionsvolumen von 200 Milliarden Dollar vor. Bemerkenswert: In den nächsten zehn Jahren will sich Abu Dhabi außer zum Tourismus-Magnet, unter anderem mit einer Louvre-Dependance und dem ersten Ferrari-Themenpark und ab Herbst 2009 als Station des globalen Formel-1-Zirkus, auch zum weltweit führenden Standort für erneuerbare Energien entwickeln und mit der „Green City“ die erste CO2-neutrale Stadt einschließlich solarthermischer Kraftwerke präsentieren. Außerdem ist die Ansiedlung von Petro-Chemie, Aluminium- und Stahlwerken sowie produzierender Unternehmen der Auto- und Luftfahrtindustrie geplant. Darüber hinaus wird  der internatioale Flughafen Abu Dhabis ab 2010 von seiner jetzigen Kapazität für 3 Millionen Passagiere auf bis zu 40 Millionen ausgebaut werden. Die erst knapp fünf Jahre alte nationale Fluglinie Etihad soll weiter um ein Flugzeug und ein Flugziel pro Monat wachsen.Dubai:Das liberalste Emirat am Golf ist bereits Haupt-Handelsdrehscheibe des Mittleren Ostens und maßgeblicher Verkehrsknotenpunkt. Viele europäische Finanz- und Handelshäuser haben hier ihre Regionalniederlassung. Sitz der Börse. Zunehmend wichtiger Messe- und Konferenzstandort sowie zunehmend beliebte Touristenattraktion. Speziell der Medizintourismus wird forciert, die thailändischen und indischen Branchenführer sind bereits in der Wüsten-Metropole ansässig und verzeichnen wachsende Kundenströme die medizinisch und therpeutisch betreut werden wollen. Einen weiteren Besucherstrom dürfte auch die im Bau befindliche Oper sowie das Dubailand, das Disneyland Dubais, auslösen. Allerdings verzögert sich wegen der Kreditklemme gerade die Fertigstellung des riesigen Vergnügungs- und Sportparks, dessen Eröffnung schon für 2009 vorgesehen war. Ansonsten wird in der Glitzermetropole geshoppt, was Geldbeutel und Kreditkarte hergeben.  

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