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Selbstpräsentation für den neuen Job
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Gute Selbstpräsentation

"Hier steht ein Mensch, der an sich und seine Ideen glaubt"

Tina Groll, zeit.de
Binnen Sekunden entscheidet sich, ob einem jemand sympathisch ist. Im Interview erklärt Kommunikationstrainer Michael Geerdts, wie man andere für seine Ideen gewinnt.

Herr Geerdts, angenommen, ich möchte Sie von mir überzeugen. Mit welchem flotten Spruch krieg ich Sie?

Michael Geerdts (lacht): Mit einem flotten Spruch schon mal gar nicht.

Sondern?

Beeilen Sie sich, Sie haben nur zwischen einer und maximal neun Sekunden Zeit, sich die nächsten 20 Sekunden meiner Aufmerksamkeit zu sichern.

So wenig nur? 

Ja. Manche Forscher behaupten sogar, dass es nicht mal eine einzige Sekunde ist. Sicher ist, dass unsere Aufmerksamkeit nach neun Sekunden abschweift, wenn wir nichts Interessantes hören.

Wenige Sekunden reichen in der Regel aber nicht, um ein Konzept zu präsentieren.

Stimmt, aber darum geht es beim Erstkontakt nicht. Im Coaching nennen wir das Elevator-Pitch. Der Begriff geht auf die Vorstellung zurück, dass man nicht länger als eine Fahrstuhlfahrt braucht, um eine Geschäftsbeziehung anzubahnen. Ziel sollte sein, einen Folgetermin auszumachen. Mehr nicht. Dafür ist es hilfreich, wenn Sie dem anderen etwas Interessantes anbieten, idealerweise eine Lösung für dessen drängendstes Problem.

Wie finde ich das heraus?

Versetzen Sie sich in dessen Perspektive. Was braucht diese Person? Woran arbeitet sie gerade? Kann ich ihr etwas anbieten, das sie benötigt? Wenn Sie ein Interesse an einer Zusammenarbeit haben, hat der andere es wahrscheinlich auch. Nur weiß er das noch nicht. Es ist sinnvoll, ihm klarmachen, dass dies der Fall ist.


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