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Hashtag Ansage verspricht Aufmerksamkeit
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Online-Marketing

Hashtag verspricht Aufmerksamkeit

Tina Groll, Zeit.de
100 Frauen twittern unter dem Hashtag #Ansage, warum sie mehr vom Leben wollen. Dahinter verbirgt sich keine politische Bewegung, sondern Werbung für ein neues Magazin.
"Wandel statt Quote", "Gleichberechtigung statt Gleichmacherei", "Initiative statt Wartehaltung" – mit diesen Sprüchen soll eine neue Debatte über Gleichberechtigung in Deutschland angefacht werden.

#Ansage

So zumindest haben sich das Susann Hoffmann und Nora Wohlert zum Start ihres Portals EditionF ausgedacht und #Aufschrei zu einem Marketinginstrument gemacht. Aus ihrem Netzwerk akquirierten sie 100 Frauen, die zum Starttermin der Onlineplattform unter dem Hashtag #Ansage diese und ähnliche Botschaften am Mittwoch twittern sollen.

Zugleich geht nicht nur das Magazin, sondern auch eine Website online, auf der die Frauen Statements gepostet haben. Etwa, dass Männer und Frauen verschieden sind und dies auch gut sei. Denn "Frauen dürfen gerne einkaufen und Männer über ihre Autos reden. Müssen sie aber beides nicht."

#Feminismus

Hoffmann und Wohlert wollen mit EditionF und der #Ansage-Diskussion vor allem die Zielgruppe der jungen, berufstätigen Frauen erreichen, der sie selbst angehören. Sie hätten sich bewusst für den Begriff "Ansage" entschieden, weil er positiver klinge als "Aufschrei", sagt Hoffmann.

Das Magazin will von allem ein bisschen sein: Ein bisschen Unterhaltung, ein bisschen Mode, ein wenig Lifestyle. Vielleicht noch etwas zum Thema Familie und Beruf sowie Infos aus Wirtschaft und Politik, heißt es von den beiden Frauen. Abgerundet wird es durch eine feine Prise Feminismus. Die Konkurrenz ist jedoch groß: Mit diesem Konzept ist beispielsweise die Brigitte schon seit Jahrzehnten erfolgreich.

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