Teil 2: Mal anders Geld machen! Foto: Butch/Fotolia.com
"Sozialunternehmer" heißen sie. Sie wollen soziale Probleme lösen und damit Geld verdienen, um es wieder ins Unternehmen zu investieren oder andere soziale Projekte damit anzustoßen – und nicht, um möglichst hohe Renditen zu erzielen.
Etliche Preise haben sie dafür bekommen. Und viele Nachahmer. "Jetzt kommt eine Generation von Studenten und Absolventen, die sagt, sie will etwas sinnvolles machen und sich dann fragt: Wo sehe ich ein Problem, dass ich lösen will?", sagt der Lüneburger Professor Markus Beckmann, der an der Leuphana-Universität zu Sozialunternehmertum forscht.
Zwar gibt es Sozialunternehmer in Deutschland schon lange – nur bisher waren das meist Überzeugungstäter wie Andreas Heinecke, der heute mit seinem "Dialog im Dunkeln" auch etwa 70 blinde Menschen beschäftigt.
Überzeugungstäter oder Pionier?
Sie führen durch eine Ausstellung, in der es stockdunkel ist, machen den Service in einem Restaurant, in dem sich die Gäste ganz auf ihren Geschmack verlassen müssen, beraten Unternehmen und geben Seminare. Heinecke gründete nach einem persönlichen Aha-Erlebnis Ende der 1980er Jahre sein Sozialunternehmen.
Damals noch Journalist beim Rundfunk, wurde er gefragt, ob er sich vorstellen könnte, einen Blinden zum Journalisten auszubilden. Er hatte keine Ahnung, wie er damit umgehen soll, doch merkte: Der neue Kollege kann Dinge, die ihm verborgen bleiben.
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