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Sozialunternehmer

Gutes Geld für ein gutes Gewissen

Stefani Hergert
Eine neue Gründergeneration verlässt jetzt die Hochschulen. Sie will soziale Probleme lösen – und damit Geld verdienen.

Foto: Butch/Fotolia.com

Anders sein, anders machen

Es gibt Berichte über Tim Breker, 25, die ihn als exzellenten Absolventen einer privaten Wirtschaftshochschule beschreiben, der viel Geld hätte verdienen können und stattdessen jetzt etwas Soziales macht.

Es sind Berichte, die mit den Klischees über Privatuni-Studenten spielen – und sie stören den Absolventen der WHU – Otto Beisheim School of Management nicht. Sie machen den Gründer, der Schüler unterstützt, in ihrer Schule einen Kiosk zu betreiben und so Verantwortung, Teamgeist und Unternehmertum zu erleben, stolz. "Weil es zeigt, dass ich etwas anders mache", sagt Breker.

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Anders machen – das waren auch zwei Worte, die Tobias Lorenz, 30, nächtelang im Kopf herumgingen. Lorenz, dessen Name ein Doktortitel vorangeht, will Menschen in Entwicklungsländern ein Zusatzeinkommen bieten – als Sprachlehrer, die per Internettelefonie Skype ihre Schüler in Deutschland oder anderen Ländern unterrichten.
 
Wissen weitergeben – keine Selbstverständlichkeit

Christina Veldhoens Arbeit wiederum beginnt erst nach dem Unterricht. Die Absolventin der privaten Zeppelin Universität Friedrichshafen will Schülern, die es nicht so einfach im Leben haben, Studenten als Mentoren an die Seite stellen.

"Dass wir in Deutschland so wenig Bildungsgerechtigkeit haben, ist untragbar. Wir haben uns gefragt, welchen Beitrag wir leisten können", sagt die 29-Jährige. Breker, Lorenz und Veldhoen gehören zu einer neuen Generation von Jungunternehmern in Deutschland, bei denen sich die Prioritäten verschoben haben.


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