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Weiterbildung

Grenzen überwinden - Persönlichkeit stärken

Junge Karriere
Studentin und Junge Karriere-Leserin Simone Müller, 23, hat am dreitägigen Persönlichkeitscoaching "Die Zukunft ruft" der Volksbanken und Raiffeisenbanken im österreichischen Seeham, rund 20 Kilometer von Salzburg, teilgenommen. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen, über persönliche Grenzen und die Versuche, diese zu überschreiten.
Klettern erfordert innere StärkeFoto: © Snezana Skundric - Fotolia.com
1. Tag (3. Juni 06)Der erste Tag des Persönlichkeitscoaching begann mit dem Seminar des Mentalcoaches Thomas Baschab, der als Trainer für verschiedene Sportler und große Unternehmen tätig ist. In seinem Vortrag ging es um den mentalen Weg, sein gesetztes Ziel zu erreichen. Angst, Wahrnehmung und mentale Einstellung beeinflussen unseren Weg zum Ziel. Er erklärte uns, wie wir durch mentales Training unser Potenzial optimal nutzen können. Dieses Phänomen zeigte er uns an einem praktischen Beispiel, das alle mitmachen konnten, wie kurze mentale Konzentration unsere inneren Barrieren "sprengen" können.
Nach vier Stunden Seminar ging es zu einem gemeinsamen Mittagessen und anschließend zum ersten Punkt des Outdoorprogramm: zum "Bockerl" fahren. Bockerl kann man sich wie ein Inliner mit 3 mittelgroßen Reifen vorstellen, auf denen ein Minilenker mit Bremse und Sattel befestigt.

Die besten Jobs von allen

Mit unseren zwei Outdoor-Trainern ging es erstmal einen Berg hoch, von dem wir dann mit den Bockerln wieder runter sind. Mit ein bisschen Geschick und Gleichgewichtsgefühl klappte das alles auch wunderbar und macht riesig Spaß. Nach drei Stunden Outdoor-Feeling ging es wieder Richtung Hotel, wo ein weiteres Seminar auf dem Programm stand.Dorothee Bock und Thorsten Wittwer analysierten mit uns die Frage "Wer bin ich". Im ersten Schritt sprachen wir über unsere Träume und darüber, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen. Anschließend sprachen wir über unsere Erwartungen an unseren Berufe. Wollen wir Erfolg haben, ein gutes Einkommen, einen sicheren Arbeitsplatz oder wollen wir uns kreativ einbringen.Im dritten Schritt ging es um unsere Soft skills. Mithilfe einer Skala von 1(nicht ausgeprägt) bis 5 (stark ausgeprägt) sollten wir verschiedene soziale, persönliche und Methodenkompetenzen auf uns bezogen bewerten. Zum Abschluss des Seminars präsentierte jeder Teilnehmer, welche Soft Skills bei ihm persönlich die besten Noten erhalten hatte. Danach ließen wir den erlebnisreichen Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.2. Tag (4. Juni 06)Der Pfingstsonntag stand ganz unter dem Überbegriff "Selbsteinschätzung". Anknüpfend an die Kompetenzen, die wir am Abend vorher herausgearbeitet hatten, lernten wir nun die neun wichtigsten Berufswahlfaktoren kennen: Aufenthaltsort (wo befindet sich der Arbeitsort, draußen oder drinnen), Materialien (weiche oder harte Materialen), Beziehung (Umgang mit Menschen, Tieren, Pflanzen oder Sachen), Kontakte (intensiven Kontakt mit Menschen), Arbeitsweise (technisch oder künstlerisch orientiert, genaues oder großzügiges Arbeiten), Gesundheit, Schule, Bewegung (viel oder wenig Bewegung) und die Tätigkeit (arbeitet man gern mit den Händen oder eher mit dem Kopf).Anhand dieser Faktoren erstellten wir für jeden individuell einen Persönlichkeits- und Berufspass, auf dem alle Präferenzen abgeglichen wurden, um festzustellen, ob der gewählte Beruf mit den persönlichen Fähigkeiten und Ansprüchen übereinstimmt. Nach einem anstrengenden Morgen im Seminarraum folgte, zur Entspannung das Outdoorprogramm. Auf dem Programm stand eine Schluchtenwanderung, bei der "alles mitgenommen wird, was kommt", so unsere Outdoor-Trainerin. Das heißt, wir mussten nicht nur wandern, sondern auch schwimmen, springen und klettern.3.Tag (5.Juni 06)Am dritten und letzten Tag unseres Workshops in Österreichs stand am Vormittag noch mal ein abschließendes Seminar mit unseren Beratern Dorothee Beck und Thomas Wittwer statt. Es ging noch mal darum, wie wir unsere Ziele, ob beruflich oder privat, besser fokussieren und verwirklichen können.Zum Abschluss des Persönlichkeitstrainings konnten alle Teilnehmer sich noch mal Ängsten ganz anderer Art im "Hochseilgarten" stellen. In luftiger Höhe von fünf bis acht Metern schwebten ein Parcours von Hindernissen, die wir durchlaufen sollten. Alle kostete es einige Überwindung, uns über Seile, Stämme und Hängebrücken zu kämpfen. Obwohl viele Teilnehmer Höhenangst hatten, gingen wirklich alle an ihre Grenzen und überwanden ihre Ängste, was uns alle mächtig stolz machte.Mein persönliches Fazit: Der perfekte Ausklang für ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Wochenende. Vor allem die Outdoor-Aktivitäten haben mich an meine persönlichen Grenzen gebracht und mir geholfen, diese zu überschreiten.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.07.2006

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