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Mitarbeiter-Netzwerk

Google: 500 Diversity-Beauftragte

Manfred Engeser, wiwo.de
Statt einem hat Google Deutschland 500 Diversity-Beauftragte: seine Mitarbeiter.

Foto: Google

Offenes Klima

Dutzende E-Mails, Umarmungen und ein kleiner Teddy: Als Claudia Peiser ihren Kollegen vor Kurzem von der Geburt ihres Sohnes erzählte, wurde sie mit Glückwünschen überschüttet. Wie schon im August, als sie geheiratet hatte – die leibliche Mutter des Kindes. Nach der Geburt verabschiedete sich die 42-Jährige für zwei Wochen in den New-Baby-Sonderurlaub – bezahlt vom Arbeitgeber: Google.

Peiser, die Kunden aus der Medien- und Unterhaltungsbranche bei der Optimierung ihres bei Google gebuchten Marketing-Etats berät, musste am Arbeitsplatz nie verbergen, dass sie lesbisch ist. "Das Klima hier ist sehr offen", sagt Peiser, "wir schöpfen Kraft aus unserer Individualität.

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Peiser gründete die erste deutsche Gaygler-Gruppe, ein internes Netzwerk für lesbische, schwule, bi-und transsexuelle Mitarbeiter. Sie tauscht sich mit anderen Unternehmen zu Diversity-Themen aus. Und hat ein Video mitproduziert, in dem sich Google-Mitarbeiter aus aller Welt zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen.

Du bist, was Du tust

Das Video ist auf Googles Diversity Channel beim Videoportal YouTube zu sehen und wurde bereits mehr als 14.000 Mal geklickt. "Wir stellen niemand ein, um Quoten für wie auch immer definierte Personengruppen zu bedienen", sagt Frank Kohl-Boas, Google-Personalchef für den deutschsprachigen Raum und Teile Skandinaviens.

"Jeder Mitarbeiter ist hier wegen seiner speziellen Fähigkeiten, mit denen er jeden Tag dazu beiträgt, Googles Mission zu erfüllen: die weltweit vorhandenen Informationen zu organisieren und universell für jeden zugänglich und nützlich zu machen."

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