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Gehaltsverhandlungen begleiten Arbeitnehmer ihr ganzes berufliches Leben lang
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Gehaltsverhandlung

Mit der richtigen Strategie zu mehr Geld

Teil 2: Selbstbewusstes Auftreten wirkt oft Wunder

Frauen treten in Gehaltsverhandlungen übrigens deutlich zurückhaltender auf – und verkaufen sich oft unter Wert. Deshalb erhalten Sie meist auch das schlechtere Gehalt. Eine Studie der Universität Warwick, Cass Business School und der University of Wisconsin aus dem vergangenen Jahr hat gezeigt, dass die Chance, dass Frauen ihren Willen bekommen, um 25 Prozent geringer ist als bei Männern.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Mehr Gehalt hätten fast alle gerne, aber fast immer muss es auch einen Grund dafür geben – und damit den richtigen Zeitpunkt. Sie haben gerade eine neue Position, einen neuen Verantwortungsbereich oder ein neues Projekt übernommen? Das ist ein guter Zeitpunkt, um nach mehr Geld zu fragen.

Gehaltsverhandlungen sollten ebenso wenig zwischen Tür und Angel stattfinden wie nach einer ausgelassen Firmenfeier. Für ein Gespräch über Geld sollten mindestens 30 Minuten eingeplant werden – in einer störungsfreien Umgebung.

Extras sind auch ein Gewinn

Auch kurz nach dem Urlaub des Chefs sollten Sie auf diese Art von Gesprächen verzichten. Die Gründe dafür sind denkbar einfach: Nach dem Urlaub weiß der Chef nicht genau, was Sie in seiner Abwesenheit geleistet haben.

Wenn gar nichts mehr geht und der Chef sich nicht auf mehr Geld einlässt, könnten Sie versuchen, Extras zu verhandeln. Denn es gibt zahlreiche Maßnahmen, die ein Arbeitgeber anbieten kann – teilweise sogar steuerfrei. So sind etwa Zuschüsse für die Fahrt zu Arbeit möglich, ebenso wie zu Kindergarten-Gebühren oder das Überlassen von technischen Geräten.


Zuerst veröffentlicht auf: wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 13.04.2017