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Millionär
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Gehaltswünsche

Macht Streben nach Reichtum unglücklich?

Teil 4: Mit Geld viel erreichen

Zweitens: Investieren Sie überschüssiges Geld in andere Menschen, sei es, indem Sie ihren Lieben eine Freude bereiten, oder Geld (beziehungsweise Ihre Zeit) für wohltätige Zwecke geben.

Wir kennen alle dieses warme Gefühl im Bauch, wenn wir anderen Gutes tun.

Menschen haben bis zu einem gewissen Grad das Bedürfnis, sich selbst als wertvolle, tugendhafte Individuen wahrzunehmen. Sich als großzügig und fürsorglich sehen zu können, bestärkt uns in diesem Teil unseres Selbstkonzepts. Auch das hält deutlich länger als die Lederjacke.

Die perfekte monetäre Situation, so es sie gibt, ließe sich so beschreiben:

Wir leben in einem wohlhabenden Land, in dem es möglichst wenigen grundsätzlich an etwas mangelt. Die Armen sind nicht wirklich arm, die Reichen aber auch nicht absurd reich. Wir haben etwas mehr als der Durchschnitt und insbesondere als die Nachbarn. Wir können uns schöne Dinge leisten, wenn wir es wollten, es ist uns aber nicht so wichtig. Lieber geben wir Geld für andere aus, für die Menschen, die uns teuer sind, und auch für die, die es einfach nötig haben. Wir haben so viel Geld, dass wir uns keine großen Sorgen machen müssen. Gleichzeitig haben wir nicht so viel Geld, dass wir uns gerade deswegen Sorgen machen müssten.

Das Geld ist unser Diener, nicht unser Herr. Ja, so könnte es gehen.
Dieser Artikel ist erschienen am 13.09.2016