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Neues Jahr, mehr Geld: Wie viel lässt sich 2017 für Sie finanziell rausholen?
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Gehaltsprognosen 2017

In welchen Branchen Sie träumen dürfen

Teil 2: Nicht nur das Gehalt spielt eine Rolle

Diese selektive Sichtweise sorgt dafür, dass sich nicht jeder in Gehaltsstatistiken wiederfindet. Wenn der Durchschnitt drei Prozent mehr verdient, kann Dieter Zetsche immer noch 15 Prozent mehr verdienen und Otto Normalbürger weiterhin genauso viel wie im vergangenen Jahr. Auch wenn weniger als ein Prozent der von Korn Ferry befragten Unternehmen nächstes Jahr eine Nullrunde einlegen wollen.

Hinzu kommen Faktoren, die ein Gehalt – unabhängig von der Person, die es bekommt – ebenfalls beeinflussen, etwa Standort oder Beliebtheit des Unternehmens. Konzerne mit schillernden Namen müssen nicht zwangsläufig mit Geld locken, weil ihnen die Bewerber ohnehin die Türen einrennen. Diese grundlegenden Faktoren ändern sich auch im kommenden Jahr nicht.

Ost-West-Gefälle in Deutschland sorgt weiterhin für ungleiche Gehälter

Da die Höhe der Gehälter auch von der Wirtschaftskraft des jeweiligen Bundeslandes abhängt, existiert in Deutschland in punkto Vergütung ein deutliches Ost-West-Gefälle. Ein Chemiker in Leuna verdient zwar mehr, als der dort ansässige Versicherungsmakler, aber immer noch weniger als der Kollege in Hamburg.

Einzige Ausnahme ist Berlin, das zwar geografisch im Osten liegt, aber aufgrund der vor Ort ansässigen Unternehmen und seiner Attraktivität für junge Leute ganz anders dasteht, als andere Städte.
Insgesamt rechnen die befragten Unternehmen mit einem um 2,5 Prozent höheren Personalbudget. Die Branchen Energie, Chemie und Pharma legen hier noch mal eine Schippe drauf und zahlen ihrer Belegschaft drei Prozent mehr.

Grundsätzlich lohnt sich das Chef-Sein: In nahezu allen Branchen bekommen Führungskräfte ein größeres Lohnplus als einfache Angestellte; Vorstände bekommen mehr als Abteilungsleiter. Das bestätigt auch die aktuelle Studie zur Pay Ratio der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Demnach verdienten Vorstände im Dax vergangenes Jahr im Mittel 57-mal so viel wie die durchschnittlichen Beschäftigten in ihrer Firma.