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Karriere-Booster Weiterbildung?
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Betriebliche Weiterbildungen

Für mehr Anerkennung und ein höheres Gehaltsplus

Kerstin Dämon, wiwo.de
In Zukunft ist es mit einem Studium und ab und an einer Fortbildung nicht mehr getan. Stattdessen ist lebenslanges Lernen angesagt. Bisher sorgen Weiterbildungen vor allem für ein besseres Selbstbewusstsein.
Karriere-Booster Weiterbildung? Die Hamburger Fernschule ILS hat zum zwölften Mal die Marktforscher von forsa losgeschickt, um die Deutschen zu fragen, wie ernst es ihnen mit ihrer beruflichen Bildung ist. Dass das "Institut für Lernsysteme" ein Interesse daran hat, wie vielen Menschen sich Fernlehrgänge verkaufen lassen, ist nicht weiter verwunderlich. Aber wollen das die Deutschen überhaupt?

Den Umfrageergebnissen zufolge spielt mehr als jeder zweite der 1000 Umfrageteilnehmer im Alter von 20 bis 40 Jahren mit dem Gedanken, eine wie auch immer geartete Weiterbildung zu machen. Besonders interessiert sind die Berufseinsteiger und Young Professionals vor dem ersten größeren Karriereschritt: Wer im Alter zwischen 26 und 30 Jahren ist, erwartet sich demnach einen Effekt auf die Karriere.

Aber bringen Weiterbildungen denn tatsächlich die ersehnte Stufe mehr auf der Karriereleiter? Oder frischen sie nur das Gelernte aus der Ausbildung oder Studium auf? Die Antwort geben die drei Viertel der Befragten, die schon mal eine Weiterbildung gemacht haben.

Die Wertschätzung durch Chef und Kollegen nimmt zu

Demnach hat mehr als ein Drittel nach der Weiterbildung eine Gehaltserhöhung bekommen. Wer mehr kann, verdient eben auch mehr. Und 43 Prozent der Befragten mit Weiterbildungserfahrung konnten unmittelbar in eine höhere Position aufsteigen oder erhielten mehr Verantwortung. Insofern machen sich die Fortbildungen tatsächlich positiv bemerkbar.

Viel größer war jedoch der psychologische Effekt: Demnach bringen Weiterbildungen mehr Anerkennung durch Chefs und Kollegen, mehr Selbstbewusstsein und eine größere Zufriedenheit. Und 78 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich nach der Schulung kompetenter und sicherer im Beruf gefühlt hätten.

Falls es mit der Beförderung und dem Geld nach einem Seminar nichts wird, fühlt man sich also wenigstens besser

Zuerst veröffentlicht auf: wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 23.03.2017

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