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Eine akademische Ausbildung ist die Voraussetzung für einen gut bezahlten Beruf
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Spitzenverdiener in Deutschland

Akademiker haben den dicksten Geldbeutel

Teil 2: Die Gehaltsverlierer

Die Berufe mit vergleichsweise geringem Gehalt stammen dagegen überwiegend aus Lehrberufen – und dann vorrangig aus der Gastronomie und der Dienstleistungsbranche. Da diese Berufe relativ leicht zugänglich sind, gibt es eine hohe Bewerberanzahl für diese Stellen. Dadurch entsteht eine Übersättigung an Arbeitskräften, weshalb die Löhne zusätzlich gedämpft werden können. Darüber hinaus spielen Faktoren wie die Kapitalstärke der Branche sowie die Komplexität der Arbeit und Anforderungen an die Beschäftigten eine entscheidende Rolle.

Diese Angestellten verdienen am wenigsten

1. Zimmerservice
Das geringste Gehalt erhält der Zimmerservice in Hotels. Beschäftigte in diesem Bereich kommen im Median auf 19.373 Euro jährlich. Im Vergleich zum Topverdiener ist das ein Unterschied von fast 100.000 Euro.

2. Küchenhelfer
Es folgen Küchenhilfen mit einem Median-Jahresgehalt von 20.045 Euro.

3. Friseure
Friseure erhalten im Median jährlich 21.408 Euro brutto.

4. Kellner
Kellner verdienen im Median 22.272 Euro brutto im Jahr.

5. Call Center-Mitarbeiter
Bei Call Center-Assistenten geht es aufwärts mit 24.778 Euro brutto im Jahr.

6. Kassenpersonal
Kassierer und Kassiererinnen kratzen mit 24.842 Euro Jahresbrutto von unten an der 25.000er-Marke.

7. Rezeptionisten
Ähnlich viel beziehungsweise wenig verdienen Rezeptionisten: nämlich im Median 24.989 Euro brutto im Jahr.

8. Köche
Die Berufe mit vergleichsweise geringem Gehalt stammen vorrangig aus der Gastronomie. So verdienen Köche im Median 25.570 Euro brutto im Jahr.

9. Zahnarzthelfer
Bei bei Zahnarzthelfern liegt das Mediangehalt bei 26.925 Euro brutto im Jahr.

10. Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer sind mit 27.001 Euro brutto im Jahr noch die am besten Bezahlten unter den schlechtbezahlten Berufsgruppen.

Quelle: Auswertung von Gehalt.de


Trotzdem heißt das nicht, dass beispielsweise eine Zahnarzthelferin keine Gehaltssteigerung erwarten kann. So kann eine Weiterbildung dem Gehalt schnell auf die Sprünge helfen. Besonders für ungelernte Kräfte sind Fortbildungen oftmals der einzige Weg, um beruflich aufzusteigen.


Zuerst veröffentlicht auf: wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 04.09.2017