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Branchenvergleich

Gehälter driften weiter auseinander

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In exportorientierten Bereichen verdient es sich gut, ebenso in der Chemie-, Metall- und Elektrobranche. Dagegen werden Dienstleistungen immer schlechter bezahlt. In den vergangenen Jahren haben sich Niedrig- und Hochlohnbranchen herausgebildet, sagt das Institut für Wirtschaftsforschung Halle.

Foto: Nikolai-Sor/Fotolia.com

Dienstleistung bleibt schlecht bezahlt

Je nach Branche wird in Deutschland immer unterschiedlicher verdient, denn nach Angaben des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) driften die Einkommen in den verschiedenen Branchen immer weiter auseinander.
 
In den vergangenen Jahren haben sich Niedrig- und Hochlohnbranchen herausgebildet, teilte das IWH am Mittwoch mit. In exportorientierten Bereichen wie dem produzierenden Gewerbe seien die Löhne und Gehälter stärker gestiegen als in vielen Dienstleistungsbereichen.

So verdiene knapp ein Drittel der bundesweit 111.000 Beschäftigten im Wachschutz weniger als 7,50 Euro brutto je Stunde, mehr als die Hälfte von ihnen weniger als 8,50 Euro, sagte die Tarifexpertin des Instituts, Birgit Schultz. 

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Ungewöhnlich hohe Tarifabschlüsse

Ähnlich sei es bei den rund 22.000 Floristen und rund 136.000 Friseuren in Deutschland: Für diese Beschäftigten habe es teilweise seit Jahren keine Tariflohnerhöhungen gegeben. Hingegen wurden laut IWH ungewöhnlich hohe Tarifabschlüsse in den Jahren 2011 und 2012 für die Chemie sowie die Metall- und Elektrobranche und im öffentlichen Dienst für Bund und Gemeinden getätigt. 

In der Chemie gibt es für die 530.000 Beschäftigten laut Schultz derzeit keine Tarifgruppe mit einem Stundenverdienst von unter zehn Euro brutto.

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