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Tische der Macht

Für wichtige Leute und weitreichende Entscheidungen

Oliver Voß, wiwo.de
Eine niederländische Künstlerin hat die Konferenzräume der größten europäischen Unternehmen fotografiert und ist dabei gerade in Deutschland auf überraschende Details gestoßen.

Konferenztisch im Bundeskanzleramt   Foto: Michael Werner Nickel/Pixelio.de

Sie haben für zwei Bücher die Konferenztische von großen Konzernen fotografiert, woher kommt dieses besondere Interesse?

Jacqueline Hassink: Vor fünfzehn Jahren habe ich in Oslo für ein Kunstprojekt zum ersten Mal Tische fotografiert. Ich fand es interessant, welche Rolle sie bei der Organisation der Gesellschaft spielen, wie sich wichtige Leute um Tische versammeln und weitreichende Entscheidungen treffen.

Daraufhin wollte ich ein Porträt Europas machen, anhand der wichtigsten Treffpunkte der Mächtigen.

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Der wichtigste Treiber der heutigen Gesellschaft ist die Wirtschaft und so habe ich die Konferenztische der größten europäischen Konzerne fotografiert. Als dann 2008 die Finanzkrise begann, wollte ich sehen, wie sich die Gesellschaft, die wirtschaftliche Macht und deren Treffpunkte verändert haben.

Haben sie sich denn geändert?

Ja, denn einerseits sind Unternehmen aus Ländern wie Russland, Spanien oder Norwegen hinzugekommen. Andererseits hat sich die Technologie dramatisch verändert und damit auch die Konferenztische.

Ein ganz besonderes Beispiel ist die Metro AG. Deren Konferenztisch ist ein unglaubliches Stück Technik und in dieser Hinsicht wohl der modernste in Europa. Bei der Metro gibt es integrierte Computer und eine besondere Lichtinsel, die automatisch dafür sorgt, dass während einer Videokonferenz alle Mitglieder gleich ausgeleuchtet sind.

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