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Aufsichtsräte

Für eine bessere Vergütung und mehr Einfluss

Julia Leendertse, wiwo.de
Die Machtbalance zwischen Vorständen, Aufsichtsräten und Wirtschaftsprüfern ist nicht austariert. Vor allem die Kontrolleure wollen mehr Mitsprache – ein neuer Berufsverband soll ihnen dabei helfen.

Foto: Nick-Freund/ Fotolia.com
 
Moderne "Sklavenarbeit"

Eigentlich hatte er nur einen Vortrag vor gleichgesinnten Spezialisten halten wollen. "Was erwartet ein Konzern wie die Deutsche Telekom bei Ausschreibungen von Abschlussprüfern?" fragte Telekom-Finanzvorstand Timotheus Höttges in die illustre Runde.

Und die 320 Wirtschafts- und Finanzexperten, die die Schmalenbach-Gesellschaft zu ihrer traditionellen Jahrestagung nach Köln geladen hatte, staunten nicht schlecht über die Antworten, die Höttges auf seine rhetorische Frage parat hatte.

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Wirtschaftsprüfer müssten ihm, dem Finanzvorstand, "rund um die Uhr, sieben Tage die Woche" zur Verfügung stehen.

Transparenz gefordert

Er fordere zudem aktive Beratung der Verwaltung in aktuellen Entscheidungssituationen, "um Haftungsfragen zu entgehen".

Außerdem sollten sowohl die Vertretung der Unternehmensinteressen bei internationalen Standardsetzern als auch die Telekom – gemeint war wohl der Vorstand – jederzeit den "Bearbeitungsstand des Prüfungsprozesses einsehen können".


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