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Europa-Vergleich

Frauen verringern Lohnabstand

Zeit Online
Nirgends in Europa verdienen Frauen so viel weniger als Männer, kritisiert die OECD. Der Unterschied beträgt fast 22 Prozent, doch die Lage hat sich etwas verbessert.

Foto: Sergej Khackimullin/Fotolia

Deutschland führt Lohngefälle an

In keinem anderen europäischen Land ist das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern so groß wie in Deutschland. Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilte, verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Doch diese Zahl ist nicht nur negativ zu sehen: So hatte die aktuellste Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2010 noch einen durchschnittliche Unterschied von 23 Prozent ergeben – bezüglich des Gehaltsgefälles zwischen den Geschlechtern beim Brutto-Stundenverdienst.

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Damit hat sich der Wert um immerhin fast eineinhalb Prozentpunkte verbessert. In puncto berufliche Gleichberechtigung ist Deutschland damit jedoch nach wie vor Schlusslicht in Europa.

Auch in Führungspositionen fehlen Frauen

In den 34 Industriestaaten, die sich in der OECD zusammengeschlossen haben, liegt die Differenz im Schnitt nur bei 16 Prozent. In Norwegen etwa bekommen Frauen lediglich 8,4 Prozent und in Belgien 8,9 Prozent weniger Gehalt als die Männer.

"Auch was die Anzahl der Frauen in Führungspositionen angeht, ist Deutschland im internationalen Vergleich weit abgeschlagen", erklärt die OECD. "Auf kaum vier von hundert Vorstandsposten findet sich hierzulande eine Frau."


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