Während die einen noch über die Frauenquote streiten, nehmen die anderen ihre Karriere selbst in die Hand. An Fernuniversitäten bilden sich immer mehr Frauen fort.
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Immer mehr Frauen an Hochschulen
Die Frauen holen auf. In Litauen ist fast jede zweite Führungskraft weiblich: 44 Prozent der Topmanager sind dort Frauen. Auch in Russland sind 40 Prozent der Führungskräfte weiblich. Für Deutschland mit der Forderung nach einer gesetzlichen Quote von 30 Prozent Frauenanteil ist das fast ein bisschen peinlich.
Aber auch hierzulande holen die Frauen langsam auf. Wenn sich auch in den Führungsetagen noch nicht allzu viel tut, die Damen stehen in den Startlöchern.
An den Hochschulen haben die Frauen die Männer bereits überholt, wenn auch immer noch mehr Männer als Frauen ein Studium auch beenden. Trotzdem sind über 50 Prozent der Erstsemester an deutschen Universitäten weiblich, rund 45 Prozent der Uniabsolventen sind Frauen.
Fernunis in weiblicher Hand
Auch in der Lehre nimmt der Anteil zu: Laut Statistischem Bundesamt gab es 2009 rund 7300 Professorinnen, Tendenz: stetig steigend. Zwar ist der Anteil in den sogenannten "Frauenfächern", den Sprach- und Kulturwissenschaften mit 30 Prozent deutlich höher als in den naturwissenschaftlichen Männerdomänen, aber auch hier holen die Frauen auf.
Aber die Frauen bilden sich nicht nur, sie bilden sich auch weiter: Erstmals überholten die Frauen an der Fernakademie für Erwachsenenbildung die Männer. "68 Prozent unserer derzeitigen Fernlernenden sind weiblich", sagt Dr. Martin Hendrik Kurz, Direktor der Fernakademie für Erwachsenenbildung.
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