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Real Estate

Lukrative Chancen mit Betongold

Teil 3: Rasante Entwicklung

Betrachtet man die rasante Entwicklung der Berufsbilder in der Immobilienwirtschaft vom Immobilienkaufmann über den Immobilienfachwirt bis zum Immobilienökonom, vom Property Manager zum Asset Manager, der Immobilien- und Portfoliomanagement zusammenführt, scheint kein Ende abzusehen: Ein Trugbild? Oder ist der Bedarf wirklich so groß?

Warum sollte es der Real Estate Branche anders ergehen als anderen Branchen? Das Spezialistentum wird weiter zunehmen. Es werden sich immer neue Varianten dieser Berufsbilder entwickeln, weil die Anforderungen an Fachkenntnisse in den verschiedenen Segmenten immer größer werden. Deshalb werden auch die Real Estate-Studiengänge immer vielschichtiger. Wenn ein Studium über 15 Module verfügt, wird man im Zweifel für jedes einzelne Modul einen eigenen Studiengang entwickeln können, um dem Spezialistentum gerecht zu werden. Vor allem die Verbindung von Immobilienwirtschaft und Finanzmärkten dürfte interessant sein. Aber auch das Facility Management bietet erhebliches Potenzial für versierte Spezialisten und damit einhergehend eine anspruchsvolle Ausbildung.

Werden vermehrt Ingenieure als Dienstleister ins Facility Management abberufen werden?

Das glaube ich nicht. Es wird im Facility-Management immer einen Mix aus Ökonomen und Technikern geben. Ideal wäre es, wenn jemand beide Bereiche auch in seiner Ausbildung miteinander vereinen kann, um so ein größeres Verständnis für beide Seiten zu haben.


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Auch wenn das Interesse ausländischer Investoren laut Institut der deutschen Wirtschaft überbewertet wird, weil es gerade einmal bei rund einem Prozent in Deutschland liegt, ist die Nachfrage in Großstädten mit bis zu 30 Prozent überproportional hoch. Welche Qualifikationen sind hier auf dem Jobmarkt gefordert?

Die Anforderungen an die fachliche Qualifikation sind von der Nationalität der zu betreuenden Investoren unabhängig. Im Rahmen einer Summerschool an der Stern Business School in New York haben meine Studierenden zum Beispiel erkannt, dass in den USA auch nicht anderes gerechnet wird als in Europa. Andererseits wird aus Kooperationen mit Schweizer Banken und Hochschulen deutlich, dass vor allem Steuerfragen für Investoren wichtig sind und Detailkenntnisse im ausländischen Steuerrecht erfordern, die in der Regel nicht Bestandteil eines Studiums sind. Für den Umgang mit ausländischen Investoren sind auf jeden Fall sehr gute Sprachkenntnisse wichtig. Auslandserfahrung und das nötige Einfühlungsvermögen sind sicher hilfreich.

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